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Skandal

Intimes Video von Mädchen kursierte in Schule – Mitschüler verurteilt

Intimes Video von Mädchen kursierte in Schule – Mitschüler verurteilt
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein geteiltes Video, eine zerstörte Schulzeit – jetzt hat ein Wiener Gericht den Fall einer 15-Jährigen abgeschlossen.

An einer katholischen Privatschule in Wien kam es vor rund zwei Jahren zu einem Vorfall, dessen rechtliche Aufarbeitung nun mit einem Urteil abgeschlossen wurde. Eine 15-jährige Schülerin hatte einem Mitschüler ein intimes Video von sich geschickt. Zwei Freunde des Jugendlichen filmten das Video ab und verbreiteten es weiter.

Nachdem das Mädchen nach den Ferien in der Schule mit Gerüchten und Tuscheleien konfrontiert wurde, erstattete es im März 2026 Anzeige. Dem Angeklagten, Jahrgang 2009, drohten wegen der Weitergabe pornografischer Darstellungen Minderjähriger bis zu eineinhalb Jahre Haft.

Gespött der Schule

Als das Video unter den Schülerinnen und Schülern kursierte, rückte die Betroffene ungewollt in den Mittelpunkt des Schulalltags. Die Opfervertreterin schilderte die Konsequenzen für das Mädchen in deutlichen Worten: „Durch Sie wurde das Mädchen zum Gespött für die ganze Schule. Das ist sehr belastend für eine 15-Jährige.“

Ein Geständnis des Angeklagten ließ lange auf sich warten – erst als neue Chatverläufe vorgelegt wurden, räumte er seine Schuld ein. Die Richterin hielt dazu fest: „Es war ein weiter Weg bis zum Geständnis und es kam nur aufgrund der erdrückenden Beweislage zustande.“

Urteil & Maßnahmen

Das Gericht verurteilte den Jugendlichen zu vier Monaten bedingter Haft sowie zur Zahlung von 500 Euro Schmerzensgeld an die Schülerin. Sein Verteidiger Nikolaus Rast kommentierte den Fall mit den Worten: „Die heutige Jugend ist leider so geworden.“

Als begleitende Maßnahme wird der Verurteilte am Programm „Sicher Net“ teilnehmen, das auf den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Inhalten und die Stärkung von Medienkompetenz abzielt.

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KO KOSMO-Redaktion
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