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Auslieferungsverfahren

59 Anklagepunkte: So sollen die Tates Frauen in die Falle gelockt haben

59 Anklagepunkte: So sollen die Tates Frauen in die Falle gelockt haben
Foto: EPA/Robert Ghement
2 Min. Lesezeit |

Festnahme in Miami, Anklage in London: Für die Tate-Brüder wird die juristische Lage zunehmend enger.

Britische Ermittler erheben schwere Vorwürfe gegen die Influencer-Brüder Andrew und Tristan Tate. Den beiden wird vorgeworfen, Frauen mit romantischen Versprechungen nach Rumänien gelockt und sie dort unter Druck gesetzt zu haben, pornografische Inhalte zu produzieren. Das Verfahren umfasst 59 Anklagepunkte und betrifft sieben mutmaßliche Opfer. Die Tate-Brüder weisen die Anschuldigungen zurück.

Lover-Boy-Methode

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die sogenannte Lover-Boy-Methode. Andrew Tate soll gezielt enge Beziehungen zu Frauen aufgebaut und ihnen eine gemeinsame Zukunft in Aussicht gestellt haben. Nach ihrer Ankunft in Rumänien sollen die Betroffenen in finanzielle Abhängigkeit gedrängt und zur Produktion sexueller Inhalte gezwungen worden sein.

Neben diesen Vorwürfen stehen weitere schwerwiegende Anschuldigungen im Raum, darunter Gewaltanwendung und Drohungen. Den Frauen sollen Reisepässe abgenommen worden sein, um ihre Handlungsfreiheit einzuschränken und die Produktion der Inhalte zu erzwingen. Ein rechtskräftiges Urteil liegt bislang nicht vor.

Festnahme in Miami

Am 18. Juli 2026 wurden Andrew und Tristan Tate in Miami festgenommen, nachdem Großbritannien einen Auslieferungsantrag gestellt hatte. Sowohl in den USA als auch in Rumänien laufen derzeit aktive Verfahren gegen die Brüder, ein konkreter Anhörungstermin im Auslieferungsverfahren ist jedoch noch nicht angesetzt.

Am 9. September 2026 lehnte ein US-Gericht den Antrag der Brüder auf Freilassung aus der Haft während des laufenden Auslieferungsverfahrens ab; beide blieben damit in US-Gewahrsam.

Die Verteidigung, vertreten durch Anwalt Joseph McBride, kritisiert, dass die Identitäten der Zeuginnen im US-Verfahren bislang nicht offengelegt worden seien.

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KO KOSMO-Redaktion
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