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Arbeitsmarkt

210 Kilometer oder Geld-Sperre: AMS will Linzer zum Arbeiten nach Tirol schicken

210 Kilometer oder Geld-Sperre: AMS will Linzer zum Arbeiten nach Tirol schicken
(FOTO: iStockphoto, zVg.)
2 Min. Lesezeit |

210 Kilometer, ein fremder Beruf, ein Quartier als einziger Ausweg – ein Linzer steht vor einem Vermittlungsangebot mit harten Konsequenzen.

Ein Linzer Arbeitsloser ist mit einem AMS-Vermittlungsangebot konfrontiert worden, das ihn in eine schwierige Lage versetzt: Das Arbeitsmarktservice Linz hat Andi* eine Stelle als Hausmeister in Tirol angeboten – 210 Kilometer von seinem Wohnort entfernt.

Das AMS fordert von Andi, sich „sofort und so wie im Inserat beschrieben“ zu bewerben. Darüber hinaus ist er verpflichtet, das AMS innerhalb von acht Tagen über den Stand seiner Bewerbung zu informieren.

Drohende Geldsperre

Lehnt er das Angebot ohne triftigen Grund ab, droht ihm eine Sperre des Arbeitslosengeldes von bis zu sechs Wochen. Rechtlich ist ein solches überregionales Vermittlungsangebot zulässig, sofern der potenzielle Arbeitgeber eine Unterkunft zur Verfügung stellt.

Nähme Andi die Stelle an und entschied sich gegen das angebotene Quartier, würde er täglich rund 420 Kilometer zurücklegen müssen – bei einer Fünf-Tage-Woche käme das einer wöchentlichen Fahrtstrecke von 2.100 Kilometern gleich.

Andis Dilemma

Eigentlich ist Andi auf der Suche nach einer Stelle als Maschinenbauer in Linz. Das AMS besteht dennoch auf der Bewerbung bei dem Wellnessresort in Tirol.

Angesichts der enormen Distanz steht Andi dem Angebot skeptisch gegenüber, da sich das tägliche Pendeln finanziell kaum rechnen würde. Als Alternative bliebe ihm, das angebotene Quartier anzunehmen und direkt in das Resort zu ziehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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