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Ausschreitungen

Tränengas, Feuer, Rücktrittsrufe: Studentenproteste in Albanien eskalieren (VIDEOS)

Tränengas, Feuer, Rücktrittsrufe: Studentenproteste in Albanien eskalieren (VIDEOS)
FOTO: Screenshot X
2 Min. Lesezeit |

Brennende Gebäude, Tränengas, suspendierte Polizisten – in Tirana spitzt sich eine Bewegung zu, die weit über den Campus hinausreicht.

In der albanischen Hauptstadt Tirana sind Proteste von Studierenden in dieser Woche gewaltsam eskaliert.

Die Demonstrierenden gingen gegen Korruption sowie gegen Missstände im Bildungssystem auf die Straße – darunter hohe Studienkosten und schlechte Beschäftigungsaussichten. Mehrere Gebäude gerieten dabei Berichten zufolge in Brand, unter anderem das Bildungsministerium. Die Polizei rückte mit Tränengas und Wasserwerfern an, um die Menge aufzulösen.

Neben ihren bildungspolitischen Forderungen verlangten die Protestierenden auch den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama.

Flamingo-Revolution

Die aktuellen Unruhen stehen im Zusammenhang mit der sogenannten Flamingo-Revolution, die ihren Ursprung in einem umstrittenen Bauprojekt an der albanischen Adriaküste hat. Das von Jared Kushner unterstützte Vorhaben hatte zunächst Umweltschützer auf den Plan gerufen und in der Folge eine breitere Unzufriedenheit mit der Regierung befeuert. Gemeinsam mit den studentischen Forderungen nach besseren Studienbedingungen bildet dieser Kontext den Nährboden für die anhaltenden Proteste.

Reaktionen & Folgen

Stellvertretende Ministerpräsidentin Albana Kociu verurteilte die Ausschreitungen. Sie betonte, dass Protestieren ein legitimes Recht sei, das dürfe jedoch kein Vorwand für Gewalt, die Zerstörung der Stadt und Kämpfe auf offener Straße sein.

Auch die EU-Vertretung in Tirana meldete sich zu Wort und appellierte an alle Beteiligten, zur Beruhigung der Lage beizutragen. Infolge des Polizeieinsatzes wurden fünf Beamte suspendiert, denen unverhältnismäßige Gewaltanwendung vorgeworfen wird. Gegen die Beamten wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet; außerdem begannen die Polizei und die Polizeiüberwachungsbehörde gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Ermittlungen im Fall eines 19-jährigen Protestteilnehmers.

Nach den Protesten wurden 16 Personen festgenommen und gegen 49 weitere strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

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KO KOSMO-Redaktion
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