Orangensaft zum Frühstück ist beliebt, doch sein Kontakt mit Luft setzt einen unsichtbaren Countdown in Gang. Der Oxidationsprozess raubt dem Getränk wertvolle Nährstoffe.
Orangensaft zählt für viele zum festen Bestandteil des Frühstücksrituals – sei es als erfrischendes Getränk oder zur Stärkung der Abwehrkräfte. Doch Vorsicht ist geboten: Längerer Kontakt mit Luft kann die Qualität des Saftes erheblich beeinträchtigen. Sobald Sauerstoff auf den Saft trifft, setzt der Oxidationsprozess ein. Beim Pressen werden die Zellen der Frucht verletzt, wodurch das Enzym Polyphenoloxidase freigesetzt wird. Dieses reagiert mit Sauerstoff und führt zur Oxidation von Polyphenolen und Vitamin C. Dieses Phänomen betrifft nicht ausschließlich Orangensaft, sondern alle Fruchtsäfte. Allerdings: Säfte mit hohem Vitamin-C-Gehalt oxidieren langsamer als jene mit geringeren Anteilen dieses Vitamins.
Die Oxidation von Orangensaft ist zwar nicht direkt gesundheitsschädlich, führt jedoch zum Verlust wichtiger Nährstoffe. Bei zu langer Lagerung im offenen Zustand kann der Saft zudem verderben, was sich durch einen unangenehmen, säuerlichen Geruch bemerkbar macht. Um dies zu vermeiden, sollte frisch gepresster Saft maximal zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen – bei Wärme sogar nur eine Stunde. Andernfalls könnten sich laut utopia.de gesundheitsgefährdende Bakterien wie Salmonellen oder E.coli vermehren.
Richtige Aufbewahrung
Industriell abgepackter Orangensaft wird häufig erhitzt oder mit Zusatzstoffen versehen, die den Oxidationsprozess hemmen und so die Haltbarkeit verlängern. Die gesündere Alternative bleibt jedoch frisch gepresster Saft. Idealerweise sollte man ihn unmittelbar nach der Zubereitung trinken. Für übrig gebliebenen Saft gibt es einige praktische Aufbewahrungstipps: Die Zugabe von Zitronen- oder Limettensaft kann durch die enthaltene Ascorbinsäure den Oxidationsprozess verlangsamen.
Der Saft sollte in sterile, luftdichte Behälter umgefüllt werden, wobei schmale Flaschen vorteilhafter sind, da sie weniger Kontaktfläche zur Luft bieten. Unabhängig vom gewählten Behältnis ist schnelles Kühlen entscheidend – der Saft sollte weder Wärme noch Licht ausgesetzt werden. Selbst unter optimalen Bedingungen empfiehlt sich eine maximale Aufbewahrungszeit von 24 bis 48 Stunden, da sonst der Vitamingehalt deutlich abnimmt.
Ein Lesetipp: Die Experten von ÖKO-TEST haben abgepackten Orangensaft im Feber 2024 getestet. Vor allem teure Marken-Säfte konnten dabei nicht überzeugen und fielen im Test durch.
Weitere Details zum Test und welche Produkte überzeugen konnten, erfahren Sie in diesem Beitrag.