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ROTE ZAHLEN

Vapiano in der Krise: Ist die Restaurantkette noch zu retten?

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FOTO: iStockphoto

Nachdem inzwischen verkündet wurde, dass Cornelius Everke, Chef der angeschlagenen deutschen Restaurantkette Vapiano, von seinem Posten zurücktritt, ist klar, wie schlecht es um den Systemgastronomen steht.

Obwohl die beliebte Restaurantkette mit Speisen italienischer Art in der Vergangenheit rasant gewachsen ist, schreibt sie dennoch rote Zahlen. Ein weiteres Indiz für den wackeligen Status von Vapiano liefert nun auch der Unternehmensaustritt von Cornelius Everke, der seinen Rücktritt für Ende August und aus persönlichen Gründen ankündigte.

Die schnell gewachsene deutsche Restaurantkette, die nach dem Fast-Casual-Prinzip arbeitet, hat bereits seit einiger Zeit mit Verlusten zu kämpfen. (KOSMO berichtete) Bei einem Umsatz von etwa 372 Millionen Euro musste Vapiano im vergangenen Jahr aufgrund von hohen Abschreibungen und Betriebskosten durch die Unternehmensausdehnung einen Verlust von 101 Millionen Euro verzeichnen.

Vapiano ist in 33 Staaten mit rund 230 Restaurants vertreten, wovon sich die meisten in Deutschland und Österreich befinden. Mit den Erlösen aus dem Börsengang 2017 zielte die Restaurantkette darauf ab, zu expandieren. Laut Everke kam es im Zuge dessen aber zu Fehlern bei der Wachstumsstrategie. Lange Warteschlangen sorgten bei Kunden zudem für Verdruss.

Das sei auch einer der Verbesserungspunkte, dem sich das Unternehmen ab sofort durch veränderte Arbeitsabläufe und eine vereinfachte Speisekarte widmen möchte. Man wolle zurück zur klassischen, ehrlichen italienischen Küche, heißt es.

Einen Nachfolger für Everke gibt es bislang offiziell noch nicht, allerdings soll die Aufsichtsratsvorsitzende, Vanessa Hall vorübergehend die Leitung übernehmen.

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