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Gesundheitsgefahr

Verbotener Pestizid-Cocktail auf dem Teller: Bananen besonders belastet

Verbotener Pestizid-Cocktail auf dem Teller: Bananen besonders belastet
FOTO: iStock/Hazal Ak
3 Min. Lesezeit |

Verbotene Pestizide landen trotz EU-Verbot auf österreichischen Tellern. Besonders Bananen sind stark belastet – mit alarmierenden Folgen für Verbraucher.

Fast jedes fünfte importierte pflanzliche Lebensmittel in Österreich enthält Pestizide, die in der EU eigentlich verboten sind. Dies geht aus einem aktuellen Report der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hervor, der sich auf Monitoringdaten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2023 stützt. Besonders alarmierend: Bei Bananen wurden in 84 Prozent der untersuchten Proben verbotene Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Die EFSA hatte insgesamt 907 konventionelle Lebensmittelproben aus Österreich analysiert. Neben Bananen wiesen auch Birnen und Langkornreis bedenkliche Werte auf – mehr als die Hälfte dieser Produkte enthielt mindestens ein in der EU nicht zugelassenes Pestizid.

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Die Verbraucherschützer von Foodwatch verlangen nun konsequentere Maßnahmen: ein EU-weites Produktions- und Exportverbot für diese problematischen Substanzen sowie verschärfte Kontrollen und niedrigere Grenzwerte bei importierten Waren. Obwohl über 250 Pestizide in der EU aufgrund ihrer Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt nicht zugelassen sind, gelangen sie über Importwaren dennoch auf die Teller österreichischer Verbraucher.

Belastete Importwaren

Die belasteten Lebensmittel stammen vorwiegend aus Costa Rica, Kolumbien, Pakistan, Ecuador, China und Indien. Besorgniserregend ist zudem, dass zahlreiche Proben mehrere verbotene Wirkstoffe gleichzeitig aufwiesen. „Die Behörden bewerten Substanzen einzeln, verzehrt werden sie jedoch gemeinsam“, warnte Foodwatch-Chefin Indra Kley-Schöneich mit Verweis auf den sogenannten Cocktail-Effekt, der das Gesundheitsrisiko zusätzlich erhöhen kann.

Die Nichtregierungsorganisation kritisiert den „Pestizid-Bumerang“: Was die EU aus Sicherheitsgründen verbietet, dürfe nicht auf Umwegen wieder in die Supermarktregale gelangen. Auswertungen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) belegen beispielsweise, dass 2022 und 2023 der in der EU verbotene Wirkstoff Bifenthrin aus Österreich nach Belarus und in die Ukraine exportiert wurde. Gleichzeitig erlaubt die EU den Import von Lebensmitteln, die mit genau diesem Pestizid behandelt wurden, da weiterhin Rückstandshöchstwerte über der Nachweisgrenze gelten.

Strengere Kontrollen

Foodwatch hat eine Petition zu diesem Thema initiiert und warnt vor einer Aufweichung der Standards durch den „EU-Omnibus“: „Schutzstandards dürfen nicht weiter untergraben werden – ohne Ausnahmen und Übergangsregeln.“ Die EU selbst kündigte im Dezember des Vorjahres an, importierte Lebensmittel künftig strenger auf Rückstände besonders gefährlicher und in der Union verbotener Pestizide kontrollieren zu wollen.

Die EU selbst kündigte im Dezember des Vorjahres an, importierte Lebensmittel künftig strenger auf Rückstände besonders gefährlicher und in der Union verbotener Pestizide kontrollieren zu wollen.

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KO KOSMO-Redaktion
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