720 Liter Regen in zwei Tagen – Valencia erlebt ein Extremereignis, das Erinnerungen an eine der schlimmsten Flutkatastrophen Spaniens weckt.
In der Region Valencia hat ein extremes Unwetterereignis innerhalb von nur zwei Tagen verheerende Schäden angerichtet. Laut der Österreichischen Unwetterzentrale wurden in Forna Niederschlagsmengen von bis zu 720 Litern pro Quadratmeter gemessen – eine Menge, die Wien normalerweise über ein gesamtes Jahr verteilt fällt. Vier Menschen kamen ums Leben. Besonders schwer getroffen wurden die Küstenorte Gandia und Oliva: Straßen wurden überflutet und unbefahrbar, Flüsse traten über ihre Ufer.
Meteorologische Ursachen
Meteorologisch war das Zusammenspiel mehrerer Faktoren für die Katastrophe verantwortlich. Ein Höhentief über Westeuropa sowie ein Tiefdruckgebiet über Südspanien trieben feuchte Luftmassen über das westliche Mittelmeer in Richtung der iberischen Küste. Begünstigt wurde die Intensität der Niederschläge durch überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen im Mittelmeer. „Unter geeigneten Wetterbedingungen steht dadurch zusätzliche Feuchtigkeit für kräftige Niederschläge zur Verfügung.“ Der valencianische Wetterdienst AVAMET dokumentierte auf seinen Messkarten lokale Regenmengen von mehr als 600 Litern pro Quadratmeter.
Warnung vor Ausweitung
Die Bilder der überfluteten Region rufen Erinnerungen an die Flutkatastrophe vom Oktober 2024 wach, bei der in Valencia mehr als 200 Menschen ihr Leben verloren. Meteorologen warnen unterdessen vor einer Ausweitung der Unwetterlage: Südfrankreich und Norditalien könnten in den kommenden Tagen ebenfalls betroffen sein.
Auch für Österreich zeichnet sich durch den Einfluss des Mittelmeerraums eine Veränderung der Wetterlage ab.