Ein verstecktes WhatsApp-Feature verrät, wer wirklich mit dir in Kontakt bleiben will. Die Broadcast-Funktion liefert mehr als nur Massennachrichten.
WhatsApp dominiert als Messenger-Dienst sowohl in Österreich als auch weltweit den Markt. Das zum Meta-Konzern gehörende Kommunikationstool bietet seinen Nutzern zahlreiche Funktionen, darunter auch eine besonders praktische: die Broadcast-Funktion. Mit ihr lässt sich nebenbei herausfinden, welche Personen die eigene Telefonnummer tatsächlich gespeichert haben.
Bei der Nutzung dieser Funktion gilt es zu beachten, dass nur jene Personen die versendete Nachricht empfangen können, die auch die Absendernummer in ihren Kontakten hinterlegt haben. Fehlt dieser Eintrag im Telefonbuch des Empfängers, bleibt die Nachricht für diesen unsichtbar.
So funktioniert Broadcast
Der eigentliche Zweck des Features liegt darin, identische Mitteilungen simultan an mehrere Empfänger zu versenden. Entscheidend ist hier das Wort „Kontakte“. In der offiziellen Beschreibung von WhatsApp heißt es: „Broadcast-Listen sind gespeicherte Listen von Kontakten, denen du einfach immer wieder Nachrichten senden kannst, ohne sie jedes Mal neu auswählen zu müssen.“ Eine solche Liste kann maximal 256 Personen umfassen.
Die Erstellung einer Broadcast-Liste erfolgt bei Android-Geräten über das Drei-Punkte-Menü in den Einstellungen. iOS-Nutzer navigieren zum Einstellungen-Reiter. Dort wählt man „Broadcast-Listen“ beziehungsweise „Broadcast-Nachrichten“ und anschließend „Neue Liste“ aus. Nun können die gewünschten Kontakte ausgewählt werden. Wichtig: Eine Broadcast-Liste muss mindestens zwei Kontakte enthalten.
Kontakte prüfen
Empfänger sehen die Broadcast-Nachricht als normale individuelle WhatsApp-Mitteilung – es entsteht keine Gruppenkonversation. Als Absender kannst du wie bei regulären Nachrichten verfolgen, ob deine Mitteilung gelesen wurde.
Bleibt das Lesen aus, deutet dies darauf hin, dass der Empfänger deine Nummer nicht gespeichert hat und die Nachricht deshalb gar nicht erhalten hat.
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Datenschutz und Alternativen
Beim Thema Datenschutz können Nutzer beruhigt sein: Laut der offiziellen WhatsApp-Datenschutzrichtlinie werden Broadcast-Nachrichten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übertragen. Das bedeutet, dass selbst WhatsApp keinen Zugriff auf die Inhalte der Mitteilungen hat.
Wer nach ähnlichen Funktionen in anderen Messenger-Diensten sucht, findet diese beispielsweise bei Telegram. Dort heißen sie „Kanäle“ und bieten mit einer Kapazität von bis zu 200.000 Mitgliedern deutlich größere Reichweiten als WhatsApps Broadcast-Listen. Signal, das oft als datenschutzfreundlichere Alternative zu WhatsApp gilt, verfügt ebenfalls über eine Broadcast-Funktion. Diese ist jedoch auf kleinere Empfängerkreise begrenzt und setzt eine striktere gegenseitige Kontaktspeicherung voraus.