Bosnier lehrt VW wieder das Fürchten

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Bosnier lehrt VW wieder das Fürchten

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Nijaz Hastor
(FOTO: zVg./Wikimedia Commons)

Der reichste Bosnier, welcher Volkswagen vor einiger Zeit blockiert und somit Titelseiten eroberte, schlug nun wieder zu.

Nun erreichten die Medien neue Informationen bezüglich der Firma Grammer mit Sitz im deutschen Amberg. Es handelt sich hierbei um einen Großlieferanten für VW, welcher Teile für die Autositze herstellt.

Zwanzig Prozent der Firma Grammer wurden kürzlich von der Unternehmerfamilie Hastor, an dessen Spitze Nijaz Hastor sitzt, gekauft. Dieser wurde vor einigen Monaten von deutschen Medien als „reichster Bosnier“ bezeichnet.

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Der Streit zwischen VW und seinem Zulieferer führte zum Produktionsstop. Wer steckt hinter der Firmengruppe, die den größten Autokonzern Europas herausfordert?

Nun soll der Pressesprecher von Hastor bekanntgegeben haben, dass die bosnische Familie eine außerordentliche Aktionärenversammlung zusammenrufen möchte, um den Grammer-Direktor Hartmut Müller auszutauschen.

Bereits bevor sich die bosnisch-herzegowinische Unternehmerfamilie Anteile an Grammer gekauft hat, wurde der Verdacht geäußert, dass Hastor die Produktion in Länder billigeren Arbeitskräften – ziemlich wahrscheinlich Bosnien-Herzegowina – versetzen möchte.

Um dieses Szenario zu verhindern ging Grammer eine „strategische Partnerschaft“ mit der chinesischen Firma Ningbo Jifeng Auto Parts ein.

Diese Kooperation mit China wird von Wirtschaftsexperten als Rache an der Familie Hastor gesehen, welche vergangenes Jahr einen Mega-Streit mit Volkswagen hatte.