Nach über 50 Jahren trennt sich SPAR von Sporthandelskette Hervis. Die neuen Eigentümer kündigen eine komplette Neupositionierung des Unternehmens an.
Die Sporthandelskette Hervis wechselt den Besitzer. Der langjährige Eigentümer SPAR hat das Unternehmen an den Snipes-Gründer Sven Voth und Udo Schloemer, Gründer der Factory Berlin, veräußert. Die Transaktion umfasst sämtliche 134 Filialen in Österreich, Slowenien, Kroatien und Bayern sowie die komplette Belegschaft. Für Kunden ändert sich zunächst nichts – bestehende Gutscheine behalten ihre Gültigkeit, Online-Bestellungen werden wie gewohnt abgewickelt und auch Service- sowie Gewährleistungsfälle werden unverändert bearbeitet.
Der Kaufvertrag wurde bereits am 23. Jänner unterzeichnet, wobei die Vertragsparteien Stillschweigen über die finanziellen Details vereinbarten. Hervis gehörte mehr als fünf Jahrzehnte zur SPAR-Gruppe und entwickelte sich zu einer etablierten Marke mit hohem Bekanntheitsgrad über die österreichischen Landesgrenzen hinaus. Die Entscheidung zum Verkauf steht im Zusammenhang mit SPARs strategischer Neuausrichtung, die eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft im Lebensmittelhandel sowie auf den Shoppingcenter- und Immobilienbereich vorsieht.
Strategische Neuausrichtung
Die neuen Eigentümer planen eine grundlegende Neupositionierung des Sportfachhändlers. Als Grund nennt SPAR tiefgreifende Veränderungen im Marktumfeld. Während traditionelle Sportarten an Popularität einbüßen, gewinnen neue Bewegungs- und Sportformen zunehmend an Bedeutung. „Wir werden Hervis im ersten Schritt ins Jahr 2026 führen und das Geschäftsmodell im Sporthandel neu positionieren. Nur so können wir die Chancen von heute und morgen erfolgreich nutzen. Ziel ist es, das Angebot an die geänderten Kundenbedürfnisse der heutigen Zeit anzupassen und Hervis damit wieder erfolgreich zu machen“, erklärt Sven Voth.
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Die Neuausrichtung soll gemeinsam mit dem Management und den Mitarbeitern erfolgen. Im Mittelpunkt der Strategie stehen die Zukunftsfähigkeit des Sporthandels, die systematische Erschließung von Digitalisierungspotenzialen sowie die Anpassung der Sortimente an künftige Konsumentenbedürfnisse und Sporttrends.