Bei sommerlichen 27 Grad blieb ein fünf Monate altes Baby in einem verschlossenen Auto zurück. Die Polizei musste schnell handeln, um das Kind zu befreien.
Die Polizei rückte am Mittwochnachmittag zu einem Einsatz in Wels aus, nachdem die Meldung über ein in einem verschlossenen Fahrzeug eingesperrtes Baby eingegangen war. Als die Beamten gegen 14.35 Uhr am Einsatzort eintrafen, wartete bereits die 26-jährige Mutter aus dem Bezirk Kirchdorf an der Krems vor dem Auto.
📍 Ort des Geschehens
Die Oberösterreicherin schilderte den Polizisten, dass sie ihr fünf Monate altes Kind zunächst im Kindersitz platziert und den Autoschlüssel auf dem Beifahrersitz abgelegt hatte. Nachdem sie die Beifahrertür geschlossen hatte und mit dem Kinderwagen zum Kofferraum gegangen war, stellte sie fest, dass das Fahrzeug plötzlich verriegelt war. Wie es zum Verschließen des Wagens kam, konnte die Frau nicht erklären. Ein Ersatzschlüssel befand sich nicht vor Ort, sondern in ihrer Wohnung.
Moderne Fahrzeuge verfügen häufig über automatische Verriegelungssysteme, die auf verschiedene Sensoren reagieren können. Bei manchen Modellen kann bereits das Schließen aller Türen eine automatische Verriegelung auslösen, besonders wenn der Schlüssel im Fahrzeuginneren erkannt wird.
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Schnelle Rettungsaktion
Angesichts der sommerlichen Temperaturen von 27 Grad Celsius entschieden die Einsatzkräfte, umgehend zu handeln. Sie schlugen die Scheibe auf der Beifahrerseite ein und verschafften sich so Zugang zum Fahrzeuginneren.
Die Mutter konnte ihr Baby, das den Vorfall unbeschadet überstanden hatte, aus dem Auto nehmen. Bei Außentemperaturen von 27 Grad kann sich das Fahrzeuginnere binnen weniger Minuten auf über 40 Grad erhitzen – eine lebensbedrohliche Situation für Säuglinge, die ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können.
Ähnliche Vorfälle ereignen sich in Österreich regelmäßig, besonders in den Sommermonaten. Die Feuerwehr und Polizei rücken österreichweit mehrmals pro Jahr zu derartigen Rettungseinsätzen aus, bei denen Kinder oder auch Haustiere aus überhitzten Fahrzeugen befreit werden müssen. In den meisten Fällen handelt es sich um Versehen der Eltern, rechtliche Konsequenzen drohen normalerweise nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.