Mit Doppelpack zum Pflichtsieg: Arnautovic führt Österreich in Zypern zum 2:0-Erfolg. Doch die WM-Entscheidung fällt erst im Showdown gegen Bosnien.
Österreichs Fußballnationalteam meisterte die Pflichtaufgabe in der WM-Qualifikation souverän. Mit einem 2:0-Erfolg in Limassol hielt die Rangnick-Elf Kurs auf das direkte WM-Ticket. In der zypriotischen Hafenstadt avancierte Marko Arnautovic zum Matchwinner, der zunächst einen Elfmeter nach Foul an Christoph Baumgartner sicher verwandelte (18.) und später mit einem cleveren Abschluss für die Entscheidung sorgte (55.).
„Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Dafür bin ich da, solange ich auf meinen Beinen stehen kann, bin ich für das Team da„, erklärte Arnautovic im ORF-Interview. Von Beginn an dominierten die Österreicher das Geschehen, wenngleich die Zyprioten durchaus mutig auftraten, jedoch im Abschluss harmlos blieben. Ähnlich wie beim knappen Hinspiel in Linz brachte ein Strafstoß die Erlösung – dieses Mal deutlich früher.
Anderson Correia traf Baumgartner mit gestrecktem Bein, sodass Schiedsrichter Urs Schnyder aus der Schweiz keine andere Wahl hatte als auf den Punkt zu zeigen. In der Folge verpassten Posch per Kopfball und Sabitzer, der an Keeper Fabiano scheiterte, die Chance auf das 2:0. Defensiv stand Österreich kompakt, zur Pause blieb es beim knappen Vorsprung.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte das ÖFB-Team den Druck. Zunächst prüfte Schmid mit einem gut platzierten Kopfball den zypriotischen Schlussmann, dann versuchte es Schlager aus der Distanz. Die Vorentscheidung besorgte schließlich erneut Arnautovic. Nach Ballgewinn von Danso, der als Pressball zum perfekten Steilpass wurde, behauptete sich der Routinier im Strafraum gegen Panagiotou und schob überlegt ins lange Eck zum 2:0 ein.
Damit war die Partie entschieden, Österreich kontrollierte das Geschehen und hätte durch den eingewechselten Patrick Wimmer beinahe noch erhöht – sein Schuss landete jedoch nur am Aluminium.
Showdown in Wien
Der Wermutstropfen folgte jedoch aus der Ferne: Bosnien-Herzegowina hielt durch einen 3:1-Erfolg gegen Rumänien den Druck auf Österreich aufrecht. Somit steht am Dienstag im Wiener Happel-Stadion das große Finale um das direkte WM-Ticket an. Mit 18 Punkten liegt das ÖFB-Team weiterhin zwei Zähler vor den Bosniern, die in Wien gewinnen müssen.
Rangnicks Mannschaft genügt hingegen ein Unentschieden für den Gruppensieg. Nur der Erste qualifiziert sich direkt für die WM 2026, der Zweite muss den Umweg über die Play-offs nehmen. Kurzzeitig durfte Österreich auf dem Weg zum Flughafen sogar vom vorzeitigen Ticket träumen, als Rumänien zur Pause in Zenica mit 1:0 führte.
Ein Remis hätte dem ÖFB-Team bereits gereicht, doch Bosnien drehte die Begegnung und vertagte die Entscheidung. „Natürlich ist unser Sieg jetzt ein wenig in den Hintergrund geraten, aber das sollten wir vergessen, wir sind noch immer Erster“, betonte Romano Schmid am Flughafen mit Blick nach vorne.
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Rangnicks Umstellungen
Teamchef Rangnick musste seine Startformation vor dem Showdown umbauen. Kapitän David Alaba und Philipp Mwene fehlten nach ihren Gelb-Sperren aus dem Rumänien-Spiel. Kevin Danso rückte für Alaba in die Innenverteidigung neben Lienhart, Xaver Schlager kehrte ins zentrale Mittelfeld zurück, während Konrad Laimer auf die linke Außenverteidigerposition wechselte.
„Gerechnet habe ich nicht damit, aber ich bin es von den Bayern schon gewohnt“, kommentierte Laimer vor dem Anpfiff seine ungewohnte Position. Die 1.700 mitgereisten österreichischen Fans verwandelten das Alphamega Stadium in Limassol praktisch in ein Heimspiel – bereits bei der Nationalhymne war die Unterstützung deutlich zu hören.
Die Bosnier belohnten sich indes für eine Leistungssteigerung nach der Pause gegen Rumänien und sicherten sich das erhoffte „Finale“ gegen Österreich. Daniel Borligea hatte die Rumänen im Hexenkessel von Zenica zunächst in Führung gebracht, ehe der 39-jährige Edin Dzeko per Kopfball ausglich. Nach einer Roten Karte für Rumäniens Denis Dragus entwickelte sich ein bosnisches Powerplay.
Der 20-jährige PSV-Eindhoven-Legionär Esmir Bajraktarevic avancierte mit einem gefühlvollen Schuss ins Kreuzeck zum Matchwinner, ehe Ex-Austria-Stürmer Haris Tabakovic in der Nachspielzeit alles klarmachte. In Wien müssen die Bosnier allerdings auf mehrere gesperrte Spieler verzichten, darunter die Verteidiger Dedic und Nikola Katic. Rumänien darf trotz des dritten Platzes noch auf die Play-offs hoffen – als einer der vier besten Gruppensieger der Nations League.
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In einem packenden Duell setzte sich Bosnien-Herzegowina mit 3:1 gegen Rumänien durch. Damit steht dem ÖFB-Team am Dienstag in Wien das alles entscheidende Match gegen Dzeko und Co. bevor. Ralf Rangnick zeigte sich nach dem Zypern-Spiel zufrieden: „Wir wussten, dass es extrem schwierig wird. Kompliment an den Gegner, sie haben uns das Leben sehr schwer gemacht, obwohl es für sie um nichts mehr ging.“
Marcel Sabitzer bilanzierte: „Wir haben das sehr souverän gemacht, es war eine sehr engagierte Leistung. Der letzte Pass oder Abschluss war nicht immer Topniveau. Wir haben verdient gewonnen.“ Zyperns Teamchef Apostolos Mantzios zollte den Gästen Respekt: „Die Österreicher waren sehr motiviert und haben verdient gewonnen. Sie sind die beste Mannschaft dieser Gruppe und werden sich für die WM qualifizieren. Wir konnten ihnen nicht solche Probleme bereiten wie in Linz.“
Damit steht dem ÖFB-Team am Dienstag in Wien das alles entscheidende Match gegen Dzeko und Co. bevor.