Italiens Trauminsel Capri zieht die Notbremse gegen Touristenmassen. Mit strengen Gruppenobergrenzen und Kopfhörerpflicht will das Eiland seine Schönheit schützen.
Die italienische Insel Capri verschärft ihre Regeln gegen Massentourismus und setzt ab der kommenden Sommersaison ein neues Maßnahmenpaket um. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldet, dürfen organisierte Touristengruppen künftig nur noch mit maximal 40 Personen die Insel betreten. Für Gruppen mit mehr als 20 Teilnehmern wird zudem eine Kopfhörerpflicht eingeführt, damit Reiseleiter ihre Erklärungen geben können, ohne die Umgebung mit Lautstärke zu belasten.
Die neuen Vorschriften wurden vom Gemeinderat Capris Anfang Februar einstimmig verabschiedet. Sie zielen darauf ab, den Massentourismus einzudämmen und besonders in empfindlichen Bereichen der Insel Überfüllung und Lärmbelästigung zu verringern. Neben der Begrenzung der Gruppengröße und der Kopfhörerpflicht müssen Reiseleiter künftig auf auffällige Erkennungszeichen wie Regenschirme, Fahnen oder Tücher verzichten und stattdessen dezente, aber gut erkennbare Plaketten tragen.
Die Gruppen sind angehalten, kompakt zu bleiben und weder Gehwege noch zentrale Plätze zu blockieren.
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Besucheransturm bewältigen
Die Mittelmeerinsel gehört zu den beliebtesten Reisezielen Italiens und verzeichnet jährlich einen enormen Besucherandrang. An besonders stark frequentierten Tagen können bis zu 50.000 Touristen auf Capri zusammenkommen – eine beachtliche Zahl im Vergleich zu den rund 13.000 ständigen Bewohnern. Diese Menschenmassen führen regelmäßig zu Engpässen in den schmalen Straßen, an den Hafenbereichen und bei populären Attraktionen.
Der lokale Handelsverband Ascom Confcommercio Capri hat die Neuregelungen positiv aufgenommen.
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Der Verband unterstreicht, dass die Maßnahmen dazu beitragen sollen, die Überlastung zu reduzieren und sowohl für Einheimische als auch für Besucher bessere Bedingungen zu schaffen.