Vertrauen ausgenutzt, Smartphone geraubt – und das war längst nicht alles. Ein 22-Jähriger hinterlässt eine beachtliche Spur.
In einem Wiener Handyshop ist es zu einem Raubüberfall gekommen, der zur Festnahme eines 22-jährigen Syrers geführt hat. Der Mann, der weder über ein gültiges Aufenthaltsrecht in Österreich noch über eine feste Wohnadresse verfügt, steht im Verdacht, nicht nur seinen Bekannten beraubt, sondern auch Betrug und Erpressung begangen zu haben.
Der Vorfall spielte sich ab, als der Verdächtige einen Landsmann in ein Wiener Handygeschäft begleitete, um ihm beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags behilflich zu sein. Unmittelbar nachdem der Vertrag unterzeichnet war, entriss er dem Bekannten beim Verlassen des Geschäfts das neu erhaltene Smartphone. Für die Ermittler des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Nord, Gruppe Hauer, war dies offenkundig kein Einzelfall.
Versteck im Bettzeug
Neben dem Raub wird dem 22-Jährigen auch Betrug sowie Erpressung zur Last gelegt. Bereits vor diesem Vorfall bestand gegen ihn ein Aufenthaltsverbot im gesamten Schengenraum, das auf frühere Straftaten zurückgeht. Bei seiner Festnahme in der Wohnung seiner Familie in Wien-Favoriten versuchte er sich vergeblich in der Bettzeuglade zu verbergen.
Darüber hinaus hat er offene Verwaltungsstrafen in der Höhe von rund 12.000 Euro bislang nicht beglichen. Nach der Untersuchungshaft steht für den Tatverdächtigen möglicherweise die Schubhaft bevor.
Angesichts der Häufung der ihm angelasteten Delikte sowie der wiederholten Verletzung aufenthaltsrechtlicher Bestimmungen droht ihm die Ausweisung aus Österreich.