Ein US-Bürger kommt frei, ein Diplomat reist nach Moskau und plötzlich rückt ein Ende des Ukraine-Kriegs in greifbare Nähe.
In Sankt Petersburg haben Gespräche zwischen dem US-Unterhändler Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin über den andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stattgefunden. Zum Auftakt des Treffens gab Putin die Freilassung des US-amerikanischen Staatsbürgers Stephen Hubbard bekannt, der in Moskau zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war.
Hubbard, gebürtig aus Michigan, hatte seit 2014 in der Ukraine gelebt. Im Jahr 2024 war er wegen des Vorwurfs des Söldnertums verurteilt worden. Putin teilte mit, Hubbard befinde sich bereits am Flughafen Pulkowo in Sankt Petersburg.
Diplomatischer Moment
Witkoff wertete diesen Schritt als bemerkenswerten Fortschritt in den bilateralen Gesprächen zwischen Washington und Moskau. Das Treffen gilt als bedeutsamer diplomatischer Moment: Putin sprach US-Präsident Donald Trump seinen Dank für dessen Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts aus. Bereits am Vortag hatte Witkoff in Oslo Gespräche mit europäischen Spitzenpolitikern über mögliche Friedensansätze geführt.
Selenskyjs Kritik
Die Ukraine, die seit über viereinhalb Jahren mit westlicher Unterstützung gegen die russische Aggression kämpft, steht unterdessen vor wachsenden Herausforderungen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat öffentlich beklagt, dass die USA militärische Unterstützung zurückhalten – ein Umstand, den er als kritisch für die Verteidigungsfähigkeit seines Landes bewertet.