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Umfrage

Acht Monate Wehrdienst: So viele Österreicher sind dafür!

Acht Monate Wehrdienst: So viele Österreicher sind dafür!
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Die Pläne zur Verlängerung von Grundwehrdienst und Zivildienst stoßen auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Besonders ältere Generationen befürworten die Reform.

Das österreichische Bundesheer kämpft mit einem gravierenden Personalmangel. Als Reaktion darauf präsentierte die Bundesregierung am Dienstag den Bericht der Bundesheerkommission, der eine grundlegende Neukonzeption des Grundwehrdienstes vorsieht. Das von Experten favorisierte Modell „Österreich PLUS“ beinhaltet eine Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht Monate sowie regelmäßige jährliche Milizübungen. Parallel dazu soll der Zivildienst auf zwölf Monate ausgedehnt werden.

Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschers Peter Hajek für ATV belegt, dass dieses Vorhaben in der Bevölkerung mehrheitlich Unterstützung findet. Auf die konkrete Frage nach einer Verlängerung von Wehr- und Zivildienst antworteten 51 Prozent der Befragten zustimmend. Davon befürworten 35 Prozent eine Ausweitung um zwei Monate, während 16 Prozent sogar eine viermonatige Verlängerung unterstützen. Dem gegenüber stehen 35 Prozent, die eine Verlängerung ablehnen, während 14 Prozent keine Meinung äußerten oder unentschlossen blieben.

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Demografische Unterschiede

Die Umfrage offenbart interessante demografische Unterschiede: Obwohl die Wehrpflicht ausschließlich Männer betrifft, zeigen Frauen mit 38 Prozent eine höhere Ablehnungsrate als Männer mit 32 Prozent. Für eine Verlängerung sprechen sich 44 Prozent der weiblichen und 59 Prozent der männlichen Befragten aus. Auffällig ist zudem ein Generationenunterschied: Je weiter der eigene Wehrdienst zurückliegt, desto größer die Zustimmung zur Verlängerung.

Bei den unter 30-Jährigen lehnen 47 Prozent eine Ausweitung ab, während 39 Prozent dafür sind. In der mittleren Altersgruppe (30-59 Jahre) befürworten bereits 52 Prozent eine Verlängerung, bei den über 60-Jährigen sogar 56 Prozent.

Meinungsforscher Peter Hajek ordnet diese Ergebnisse historisch ein: „Jahrzehntelang hat die Politik mit einer Verkürzung des Wehrdienstes um junge Wähler geworben. Begonnen hat damit Bruno Kreisky. Die Zeiten haben sich aber geändert. Zwar ist eine Mehrheit bei den unter 30-Jährigen gegen eine Verlängerung, aber fast jeder und jede Vierte wäre dafür zu gewinnen.“

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Parteipolitische Präferenzen

Die Umfrage zeigt auch deutliche parteipolitische Präferenzen: Während die Anhänger von SPÖ (39 Prozent), FPÖ (38 Prozent) und Grünen (35 Prozent) überdurchschnittlich häufig gegen eine Verlängerung sind, fällt die Ablehnung bei NEOS-Wählern (23 Prozent) und ÖVP-Anhängern (19 Prozent) deutlich geringer aus. Für eine Verlängerung sprechen sich 72 Prozent der ÖVP-Wähler und 68 Prozent der NEOS-Sympathisanten aus, sowie 52 Prozent der Grün-Wähler sowie 51 Prozent der FPÖ- und 54 Prozent der SPÖ-Anhänger.

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KO KOSMO-Redaktion
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