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Infrastrukturprojekt

Bechtel steigt in Bosnien und Herzegowina ein: Straßenbau im großen Stil geplant!

Bechtel steigt in Bosnien und Herzegowina ein: Straßenbau im großen Stil geplant!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Der US-Bauriese Bechtel signalisiert Bereitschaft zum Autobahnbau in Bosnien und Herzegowina. Wie HDZ BiH-Präsident Dragan Čović am Montag bei einer Pressekonferenz mitteilte, zeigt das Unternehmen Interesse am Bau eines Teilstücks des Korridors 5C zwischen Konjic und dem Flughafen Mostar.

Eine Kooperation mit dem weltweit führenden Baukonzern könnte die Fertigstellung des Verkehrsprojekts erheblich beschleunigen. „Unsere Gespräche konzentrierten sich auf den Abschnitt zwischen Konjic und dem Flughafen Mostar, da die Strecke vom Flughafen Richtung Počitelj bereits fertiggestellt ist und die nördlichen Projekte kurz vor dem Abschluss stehen“, erläuterte Čović die Verhandlungen mit den Bechtel-Vertretern.

Obwohl konkrete Zahlen nicht genannt wurden, handelt es sich bei diesem Streckenabschnitt um den technisch anspruchsvollsten und kostenintensivsten Teil des gesamten Korridors. Die Baugeschwindigkeit dieser komplexen Teilstücke wird maßgeblich darüber entscheiden, wann die Gesamtstrecke fertiggestellt werden kann, zumal andere Abschnitte in der Föderation Bosnien und Herzegowina deutlich schneller vorankommen.

Technische Herausforderungen

Zu den größten Herausforderungen zählt der Prenj-Tunnel – mit fast 11 Kilometern einer der längsten Tunnelbauten Europas und das technisch anspruchsvollste Infrastrukturprojekt des Landes. Die Auftragsvergabe für dieses Mammutprojekt zieht sich bereits seit Jahren hin. Ähnlich verhält es sich mit dem Abschnitt Mostar Nord – Mostar Süd, einem der teuersten und komplexesten Streckenteile, für den ebenfalls seit langem Ausschreibungen laufen.

Zwischen diesen beiden Großprojekten liegt zudem der Abschnitt vom Prenj-Tunnelausgang bis Mostar Nord, dessen Planung am wenigsten fortgeschritten ist und für den noch keine Ausschreibungen existieren. Auch der Streckenabschnitt von Ovčari zum Tunneleingang bei Prenj, der auf der Route von Konjic liegt, harrt noch seiner Realisierung.

Die potenzielle Zusammenarbeit mit Bechtel dürfte jedoch auf Hindernisse stoßen, da für einige Teilabschnitte bereits Ausschreibungsverfahren laufen, was rechtliche und technische Komplikationen nach sich ziehen könnte. Branchenkenner vermuten zudem, dass Bechtel das Projekt in seiner jetzigen Form als zu kleinformatig einstufen könnte. Der Konzern konzentriert sich üblicherweise auf den Bau kompletter Autobahnen oder zumindest auf Großabschnitte von mehreren Dutzend Kilometern Länge.

Weitere Projekte

Neben dem Korridor 5C hat Bechtel auch Interesse an der Adriatisch-Ionischen Autobahn bekundet. Diese würde bei Počitelj vom Korridor 5C abzweigen. Während der Hauptkorridor weiter nach Ploče führen würde, würde die neue Strecke über Stolac zur montenegrinischen Grenze verlaufen.

Bislang befinden sich die Verhandlungen noch im Anfangsstadium, und es bleibt ungewiss, ob eine Zusammenarbeit tatsächlich zustande kommt – besonders beim Korridor 5C, wo einige Teilstrecken bereits ausgeschrieben sind.

Nach Einschätzung von Biznisinfo könnte ein Einstieg von Bechtel dennoch einen entscheidenden Wendepunkt für den Autobahnbau in Bosnien und Herzegowina markieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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