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Femizid

„Besondere Grausamkeit“: Wiener Würger muss lebenslang hinter Gitter

„Besondere Grausamkeit“: Wiener Würger muss lebenslang hinter Gitter
FOTO: iStock/Stefan Rotter
2 Min. Lesezeit |

Zehn Minuten lang würgte er seine Partnerin aus Eifersucht bis zum Tod. Nun steht fest: Der 40-jährige Wiener muss lebenslang hinter Gitter.

Ein 40-jähriger Mann muss nach dem Mord an seiner Lebensgefährtin lebenslang hinter Gitter. Das Wiener Landesgericht hatte Robert O. im Februar 2025 zur Höchststrafe verurteilt, nachdem er seine 49-jährige Partnerin im vergangenen Sommer aus unbegründeter Eifersucht brutal misshandelt und schließlich durch zehnminütiges Würgen getötet hatte. Das Oberlandesgericht Wien wies nun die von Verteidigerin Ina-Christin Stiglitz eingelegte Berufung gegen die Strafhöhe zurück und bestätigte das erstinstanzliche Urteil. In der Begründung verwies das Gericht auf die „besondere Grausamkeit“ der Tat sowie deren perfide Planung, wodurch eine Strafmilderung ausgeschlossen wurde.

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Geplante Gewalttat

Der Verurteilte, der während seiner Haftzeit deutlich an Gewicht zugelegt hat und demnächst in die Justizanstalt Stein in Niederösterreich überstellt werden soll, hatte sich vor der Tat intensiv mit dem Thema „Femizid“ (Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts) beschäftigt und entsprechende Internetrecherchen durchgeführt. Nach dem Tötungsdelikt alarmierte er selbst die Polizei und wartete rauchend auf deren Eintreffen.

Berufung abgelehnt

Bei der Berufungsverhandlung am Donnerstag bat der mittlerweile kahlköpfige Mann, den Medien als „Wiener Würger“ bekannt, um eine Herabsetzung seiner Strafe und beteuerte, die Tat tue ihm „extrem leid“. Trotz der Bemühungen seiner Anwältin blieb das Gericht bei seiner Entscheidung.

Das Urteil ist nun rechtskräftig.

Femizide in Österreich nehmen zu

Der Fall reiht sich in eine beunruhigende Statistik ein. Bereits in den ersten Monaten des Jahres 2025 wurden laut Frauenministerin Susanne Raab bundesweit 11 Frauenmorde registriert, womit sich die besorgniserregende Entwicklung der Vorjahre fortsetzt. Als Reaktion hat das Innenministerium die bundesweiten Gewaltschutzmaßnahmen erneut ausgeweitet, darunter zusätzliche Schutzunterkünfte und schnellere Wegweisungen für Gefährder. Opferschutzeinrichtungen fordern jedoch weiterhin einen dringenden Ausbau präventiver Beratungsangebote.

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KO KOSMO-Redaktion
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