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Femizid

„Sie kommen“ – Influencerin (23) während Livestream in Schönheitssalon erschossen

„Sie kommen“ – Influencerin (23) während Livestream in Schönheitssalon erschossen
FOTO: Instagram/v___marquez
2 Min. Lesezeit |

Ihre letzten Worte „Sie kommen“ wurden zur grausamen Prophezeiung. Sekunden später endete der TikTok-Livestream der 23-jährigen Valeria Marquez für immer.

Während eines Livestreams auf TikTok wurde die 23-jährige Influencerin Valeria Marquez in ihrem Schönheitssalon in Zapopan, Mexiko, vor den Augen ihrer Online-Zuschauer erschossen. Die junge Frau, die eine beachtliche Anhängerschaft von etwa 200.000 Followern auf Instagram und TikTok verzeichnete, hatte kurz zuvor ein Paket mit einem kleinen Stofftier erhalten, das sie zum Zeitpunkt des Angriffs noch in der Hand hielt. In den letzten Momenten vor ihrem Tod äußerte Marquez die beunruhigenden Worte „Sie kommen“ in die Kamera.

Sekunden später erschien das Gesicht einer unbekannten Person im Bildausschnitt, die das Smartphone der Influencerin an sich nahm und die Übertragung beendete.

Alarmierende Gewaltstatistik

Die zuständigen Behörden klassifizieren die Tat als Femizid (Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts) und gehen davon aus, dass Marquez aufgrund ihres Geschlechts zum Opfer wurde. Mexiko gehört zu den Nationen mit der höchsten Rate an Frauenmorden weltweit.

Nach Angaben der Vereinten Nationen werden in dem lateinamerikanischen Land täglich zehn Frauen durch ihre Partner oder Familienangehörige getötet.

Dieser tragische Vorfall rückt die alarmierende Situation der geschlechtsspezifischen Tötungsdelikte in Mexiko erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.

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Ermittlungen zu Hintergründen

Die Staatsanwaltschaft in Jalisco untersucht derzeit mögliche Verbindungen zu organisierter Kriminalität. Bis jetzt liegen laut Behördenberichten jedoch keine konkreten Hinweise auf vorherige Drohungen gegen die Influencerin oder Verbindungen zu kriminellen Netzwerken vor.

Der Fall weckt besondere Aufmerksamkeit, da die mexikanische Regierung erst im Mai 2025 ein nationales Aktionsprogramm zur Bekämpfung von Femiziden angekündigt hat. Dieses umfasst verstärkte Überwachung von Risikogruppen und verschärfte Strafen für Täter. Die Maßnahmen wurden als Reaktion auf den erneuten Anstieg geschlechtsspezifischer Tötungsdelikte im ersten Quartal des Jahres eingeführt.