Blutige Spuren im Schnee, ein schwerverletzter Bundeswehr-Soldat und mysteriöse Angreifer – der Vorfall nahe der Salzburger Grenze gibt den Ermittlern Rätsel auf.
Ein blutverschmierter Weg im Schnee, ein schwerverletzter Mann und zahlreiche ungeklärte Fragen beschäftigen derzeit die Ermittler in Bad Reichenhall (Bayern), nur wenige Kilometer von der Salzburger Grenze entfernt.
In der Pidinger Au nahe der Saalachbrücke entdeckten Passanten am Samstag einen schwerverletzten 26-Jährigen. Im vereisten Schnee zogen sich mehrere Meter lange Blutspuren – ein deutliches Zeichen für ein dramatisches Geschehen. Die genauen Umstände des Vorfalls liegen jedoch weiterhin im Dunkeln.
Besonders auffällig: Der Verletzte hatte kurz vor seinem Auffinden mehreren Bekannten per Handy mitgeteilt, von zwei Unbekannten angegriffen worden zu sein. Obwohl umgehend eine großangelegte Fahndung eingeleitet wurde, bei der auch die Salzburger Polizei unterstützte, fehlt von den mutmaßlichen Angreifern bislang jede Spur. „Es ist unklar, wie sich die Verletzungen zugetragen haben könnten“, wird die bayerische Polizei in der „Krone“ zitiert.
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Bundeswehr-Soldat verletzt
Mittlerweile wurden Details zur Identität des Verletzten bekannt. Regionalen Medienberichten zufolge handelt es sich um einen deutschen Bundeswehr-Soldaten mit afghanischen Wurzeln, der in der Hochstaufenkaserne stationiert ist. Am Wochenende wurden dort bereits erste Zeugenvernehmungen durchgeführt, die bislang jedoch keinen Durchbruch in den Ermittlungen brachten.
Die Ermittlungsbehörden halten derzeit alle Szenarien für möglich. „Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen“, erklären die Beamten. Der 26-Jährige erlitt schwere Verletzungen im Unterkörperbereich und wurde vom Roten Kreuz in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand galt anfangs als kritisch, inzwischen besteht nach Angaben der Polizei keine Lebensgefahr mehr.
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Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.
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Sachdienliche Informationen nimmt die Kripo Traunstein unter der Telefonnummer 0049/861/9873-0 entgegen.