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ZWEITER LOCKDOWN

Diese Supermärkte schränken ab Dienstag ihr Sortiment ein

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Ab morgen Dienstag gilt wieder ein zweiter, harter Lockdown. Der Handel für nicht lebensnotwendige Produkte muss schließen, Supermärkte bleiben jedoch offen. Doch aus Solidarität wollen einige nicht ihr gesamtes Sortiment anbieten.

Wie die Bundesregierung am Samstag verkündet hat, fährt das Land ab 17.11. wieder auf ein absolutes Minimum hinunter. Das bedeutet auch, dass der Handel – wie bereits im Frühling – bis auf ein paar wenige Ausnahmen geschlossen wird. Konkret bleiben neben Apotheken und der Post, nur die Trafiken und Supermärkte offen, da sie für die Versorgung mit lebensnotwendigen Produkten notwendig sind. Doch nicht alle Produkte, die man im Supermarkt kaufen kann, sind auch wirklich „lebensnotwendig“. Daher hat die Rewe Group beschlossen, im zweiten Lockdown keine „atypischen“ Warensortimente zum Verkauf anzubieten.

Solidarität mit Händlern, die schließen müssen
Der Handel für nicht lebensnotwendige Produkte muss im zweiten harten Lockdown erneut schließen. Supermärkte bleiben hingegen wie schon im Frühling geöffnet. Aus Solidarität schränkt die Rewe-Gruppe, zu der auch Billa und Merkur gehören, daher ab Dienstag das Warensortiment ein: „Wir haben hier einen ganz klaren Standpunkt: wir wollen nicht auf dem Rücken der Händler, die jetzt im zweiten Lockdown wieder schließen müssen, Umsätze machen“, betont Marcel Haraszti, Vorstand der REWE International AG.

Konkret bedeutet das, dass es im Lockdown auch in Supermärkten nur noch Lebensmittel zu kaufen geben wird, aber keine Non-Food-Produkte: „Daher werden wir selbstverständlich nur die für den Lebensmittelhandel typischen Warengruppen anbieten. Zusammenstehen im Handel ist jetzt eine Frage kaufmännischen Anstands. Wir fordern auch unsere Kollegen im Lebensmittelhandel auf, diesen Weg mitzugehen.“

Keine Blumen oder Spielwaren im Angebot
Die Supermarktketten Merkur, Billa und Co. haben sich dazu entschlossen nur noch Lebensmittel, Sanitärartikel und Tierfutter während des Lockdowns in ihrem Sortiment zu lassen. Andere Produkte wie z.B. Blumen, Bekleidung, Elektrogeräte, Spielwaren werden in den kommenden Wochen bei Rewe nicht zum Verkauf angeboten: „Für uns alle im Handel ist das Weihnachtsgeschäft die mit Abstand wichtigste Zeit im Jahr. Und es kann nicht sein, dass wir als Lebensmittelhändler den Branchenkollegen jetzt Umsätze wegnehmen, die sie im Weihnachtsgeschäft dann nicht mehr nachholen können“, so REWE-Vorstand Haraszti.

Entsprechende Verordnung
Jedoch passiert dieser Entschluss der Rewe-Gruppe nicht ausschließlich auf freiwilliger Basis. Denn immerhin gab es im ersten Lockdown diesbezüglich bereits Abgrenzungsdiskussionen. Die draus entstandene Verordnung gibt klare Richtlinien vor, wonach im Lebensmittelhandel nur Lebensmittel, Sanitärartikel und Tierfutter angeboten werden dürfen, um von der Schließung betroffene Betriebe nicht zu benachteiligen.

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