Der Frühling kommt – und mit ihm eine unsichtbare Belastung, die Millionen Österreicher:innen zu spüren bekommen werden.
Der Österreichische Polleninformationsdienst warnt: Mit dem Einzug frühlingshafter Temperaturen ist in den kommenden Tagen mit einer deutlich höheren Pollenbelastung zu rechnen. Laut ORF-Wetterredaktion soll ab Mittwoch sonniges und vergleichsweise mildes Wetter einsetzen – Bedingungen, die laut Polleninformationsdienst österreichweit zu einem markanten Anstieg der Pollenkonzentrationen führen dürften.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Pollen von Hasel und Erle, die ab Mitte der Woche in besonders hoher Konzentration auftreten könnten. Für Allergikerinnen und Allergiker bedeutet das: Die nächsten Tage könnten mit typischen Beschwerden wie Fließschnupfen, verstopfter Nase, juckenden Augen und Niesattacken verbunden sein. In einzelnen Fällen sind auch Atemprobleme möglich.
Blühreife erreicht
Bereits jetzt zeigen viele Pflanzen ihre Blühbereitschaft: Von den Niederungen bis in mittlere Lagen des Waldviertels und der Kalkalpen stehen einheimische Strauchhaseln kurz vor oder bereits in der Blüte, Baumhaseln in Parks und Gärten blühen ebenfalls schon. Auch Grau-Erle und Schwarz-Erle haben die Blühreife erreicht.
Derzeit ist es vor allem die Grau-Erle, die für den Großteil der freigesetzten Pollen verantwortlich zeichnet. Diese Baumart wächst bevorzugt in Gewässernähe – in Auwäldern sowie entlang von Bächen und Flüssen.
Doppelte Belastung
In den vergangenen Wochen hatten Kälte, Regen und Schnee die Blütenentwicklung von Hasel und Erle noch verzögert. Nun dürfte beides nahezu gleichzeitig in Gang kommen, was für Allergikerinnen und Allergiker eine besondere Herausforderung darstellt: Wer auf beide Pollenarten reagiert, muss mit möglichen Kreuzreaktionen rechnen.
Aus demselben Grund können bereits jetzt Menschen mit einer Birkenallergie erste Beschwerden verspüren. Hasel, Erle und Birke gehören zur gleichen Pflanzenfamilie (Birkengewächse) und können bei empfindlichen Personen Kreuzallergien auslösen, die auch bei Nahrungsmitteln wie Nüssen, Äpfeln und Karotten auftreten können.
Der Polleninformationsdienst empfiehlt, sich insbesondere bei Aufenthalten im Freien entsprechend vorzubereiten.