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Gefäßdemenz

Gefäßdemenz: Diese 5 Alarmsignale sollten Sie nie ignorieren

Demenzkranke alte Frau Demenz Krank
(Symbolbild FOTO: iStock)

Wenn Blutgefäße im Gehirn versagen, droht mehr als nur ein Schlaganfall. Die zweithäufigste Demenzform entsteht durch mangelnde Durchblutung – mit deutlichen Warnsignalen.

Demenz durch Gefäßschäden

Demenzerkrankungen entstehen typischerweise durch fortschreitende Schädigungen des Gehirns, bei denen Nervenzellen sukzessive absterben. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ordnet diese Erkrankungen daher in die Kategorie der neurodegenerativen Erkrankungen ein. Während Alzheimer die bekannteste Demenzform darstellt, folgt an zweiter Stelle die vaskuläre Demenz – eine Erkrankung, deren Ursachen in Gefäßproblemen liegen und die sich durch charakteristische Anzeichen bemerkbar macht.

Die vaskuläre Demenz wird durch Erkrankungen verursacht, die die Blutversorgung des Gehirns beeinträchtigen, wie das MSD Manual erläutert. Zu den auslösenden Faktoren zählen Schlaganfälle mit Verschluss von Hirnarterien, Hirnblutungen sowie fortschreitende Gefäßschädigungen durch Arteriosklerose. Bei letzterer handelt es sich um Verkalkungen der Arterien, wobei sich Fett- und Kalkablagerungen in den Arterienwänden bilden, wie auf NDR.de erklärt wird.

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin weist darauf hin, dass Schlaganfall und Herzinfarkt die bekanntesten Folgeerscheinungen solcher Durchblutungsstörungen sind. In Deutschland ist etwa jeder siebte Demenzpatient von einer vaskulären Demenz betroffen, wie die Alzheimer Forschung Initiative berichtet. Häufig treten auch Mischformen mit Alzheimer auf.

Die Grundursache liegt in einer Schädigung der Blutgefäße im Gehirn, wodurch die ausreichende Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen nicht mehr gewährleistet ist. Diese Unterversorgung führt letztlich zu Beeinträchtigungen wichtiger kognitiver Funktionen. Das Risiko für eine vaskuläre Demenz kann auch durch sogenannte stumme Schlaganfälle steigen. Da diese Form des Schlaganfalls nicht die typischen Symptome zeigt, bleibt sie laut ZDFheute.de oft unentdeckt.

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Typische Warnzeichen

Die Symptomatik der vaskulären Demenz variiert je nach Lokalisation und Art der Hirnschädigung. Die Beschwerden können plötzlich, schleichend oder stufenweise auftreten, abhängig vom jeweiligen Auslöser. Die Alzheimer Forschung Initiative nennt folgende Hauptwarnzeichen für eine vaskuläre Demenz:

– Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie verlangsamtes Denken
– Sprachstörungen und eingeschränkter Wortschatz
– Verhaltensänderungen, Teilnahmslosigkeit oder Antriebslosigkeit
– Bewegungsstörungen und Probleme beim Gehen
– Schwierigkeiten bei der Blasenkontrolle

Treten die Symptome langsam oder schrittweise auf, kann dies auf eine leichte kognitive Störung hindeuten, auch als “Mild Cognitive Impairment” (MCI) bezeichnet. Die Mayo Clinic beschreibt diesen Zustand als Zwischenstadium zwischen gesunder Denkfähigkeit und Demenz – ein mögliches, aber nicht zwangsläufiges Vorstadium einer Demenzerkrankung.

Prävention möglich

Präventionsmaßnahmen gegen Schlaganfälle wirken gleichzeitig vorbeugend gegen vaskuläre Demenz. Es empfiehlt sich daher, aktiv gegen Risikofaktoren vorzugehen, die Schlaganfälle begünstigen können. Neben nicht beeinflussbaren genetischen Faktoren gibt es veränderbare Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Rauchen, die durch Lebensstiländerungen reduziert werden können.