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Qualitätsmängel

Gold, Silber, Bronze – und kaputt! Olympia-Medaillen-Pleite erschüttert Winterspiele

Gold, Silber, Bronze – und kaputt! Olympia-Medaillen-Pleite erschüttert Winterspiele
(FOTO: EPA / TERESA SUAREZ)
3 Min. Lesezeit |

Die Freude über olympisches Edelmetall wird für viele Athleten in Italien jäh getrübt. Immer wieder fallen die kostbaren Auszeichnungen einfach zu Boden.

Eine Pannenserie bei den Winterspiele-Medaillen in Italien sorgt für Aufregung. Andrea Francisi vom Organisationskomitee bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass man die Probleme registriert habe und der Sache nachgehe. „Uns ist die Situation bekannt, wir schauen, was das Problem genau ist. Das ist natürlich ein Moment, der für alle Athleten sehr wichtig ist.“

In mehreren Fällen lösten sich die begehrten Auszeichnungen von ihren Bändern und fielen zu Boden. Als mögliche Ursache wird ein Sicherheitsmechanismus vermutet, der ein Würgen des Trägers verhindern soll, falls am Band gezogen wird. Eine andere Theorie: Die Medaillen könnten schlichtweg zu schwer für die Bänder sein.

Mit einem Durchmesser von 80 Millimetern, einer Dicke von zehn Millimetern und einem Gewicht zwischen 420 und 506 Gramm sind die Auszeichnungen durchaus massiv. Die Goldmedaillen bestehen hauptsächlich aus Silber mit Goldüberzug, während die Silbermedaillen aus reinem Silber und die Bronzemedaillen aus Kupfer gefertigt sind.

Prominente Betroffene

Die niederländische Eisschnellläuferin Jutta Leerdam teilte ihre Erfahrung in einem TikTok-Video, das sie kurz nach ihrem Triumph am Montagabend veröffentlichte. „Ich habe sie kaputtgemacht“, klagte die frischgebackene Olympiasiegerin. Im Hintergrund hört man ihren Verlobten, den Influencer Jake Paul, tröstend sagen: „Ja, sie wird dauernd kaputt. Ich repariere sie noch einmal.“

@juttaleerdam

Leerdams Goldmedaille hatte sich wie bei mehreren anderen Athleten zuvor vom Band gelöst. Die Liste der betroffenen Sportler ist beachtlich: US-Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson, die schwedische Langläuferin Ebba Andersson mit ihrer Silbermedaille, US-Eiskunstläuferin Alysa Liu mit Gold, der deutsche Biathlet Justus Strelow mit Bronze und auch Österreichs Snowboarderin Sabine Payer mit ihrer Silbermedaille erlebten ähnliche Zwischenfälle.

Dramatische Momente

„Springt bloß nicht damit“, warnte die US-Skirennläuferin Johnson bei einer Pressekonferenz am Sonntag. „Ich bin vor lauter Freude gesprungen, und dabei ist sie kaputtgegangen.“ Bei der Pressekonferenz nach dem Rennen präsentierte sie die Einzelteile: die Goldmedaille, das Band und den herausgerissenen Stift, der die Verbindung herstellen sollte.

Die Medaille sei „nicht komplett kaputt, aber ein bisschen“, erklärte sie. Auch der deutsche Biathlet Justus Strelow erlebte einen Schreckmoment, als seine Bronzemedaille beim Hüpfen zu Boden fiel und beschädigt wurde. Sein DSV-Teamkollege Philipp Nawrath kommentierte den Vorfall: „In dem Moment ist die Medaille auch zu Bruch gegangen, leider. Ich hoffe und glaube, dass es schnell wieder zusammenzusetzen war.“ Das Team dokumentierte den Vorfall in einem Instagram-Video mit dem kritischen Kommentar „Hey Olympia, was ist mit den Medaillen los?“.

Bei Payer überstand die Medaille den Sturz glücklicherweise ohne Schaden. Laut ihrem Ehemann Alexander Payer ließ sich das Problem schnell beheben.

US-Eiskunstläuferin Liu nahm die Situation mit Humor und schrieb zu einem Instagram-Video, in dem sie ihre Medaille zeigte: „Meine Medaille braucht kein Band.“

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KO KOSMO-Redaktion
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