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Große Nachfrage

Gold war noch nie so teuer wie jetzt

Gold war noch nie so teuer wie jetzt
(FOTO: iStock/VladK213)
2 Min. Lesezeit |

Gold hat einen neuen Rekord aufgestellt und die magische Marke von 2.100 Dollar pro Feinunze geknackt. Die Gründe für diesen Höhenflug sind vielfältig und reichen von erwarteten Zinssenkungen über den fallenden Wechselkurs des Dollar bis hin zur anhaltend hohen Nachfrage von Zentralbanken.

Die Zinslandschaft, insbesondere in den USA und im Euro-Raum, hat sich deutlich verändert. Die Aussicht, dass der Zinsgipfel erreicht sein könnte, hat den Goldpreis seit Oktober letzten Jahres stetig angetrieben. Eine Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell am vergangenen Freitag hat die Zinserwartungen der Anleger weiter befeuert. Powell betonte zwar die Bereitschaft der Fed, den Zins notfalls weiter anzuheben, gab aber auch zu bedenken, dass die Geldpolitik bereits recht restriktiv sei.

Aussicht auf fallende Leitzinsen

Die Aussicht auf fallende Leitzinsen macht das Edelmetall für Anleger zunehmend attraktiver. Im Gegensatz zu festverzinslichen Wertpapieren wirft Gold keine laufenden Erträge ab. Sinken jedoch die Zinserwartungen, wird der Nachteil fehlender Zinserträge kleiner und Gold gewinnt an Attraktivität.

Ein weiterer Faktor, der die Goldnachfrage antreibt, ist der fallende Wechselkurs des Dollar. Da Gold international größtenteils in der US-Währung gehandelt wird, wird der Golderwerb für Interessenten außerhalb des Dollar-Raums rechnerisch günstiger, wenn der Dollar-Kurs fällt. Dieser Wechselkurseffekt entfacht häufig die Nachfrage nach dem Edelmetall und lässt den Goldpreis steigen.

Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold

Die hohe Nachfrage von Zentralbanken ist ein weiterer treibender Faktor für den Goldpreis. Allein die chinesische Zentralbank hat ihre Goldbestände in diesem Jahr um fast 250 Tonnen erhöht, so die Dekabank. Laut World Gold Council haben Notenbanken in diesem Jahr bisher 800 Tonnen Gold gekauft, das sind 14 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der deutsche Börsenexperte Robert Rethfeld bringt eine weitere Perspektive ein: „Inflationsbereinigt läge Gold selbst bei einem Anstieg auf 2.300 Dollar noch bei seinem Hoch von 1980. Das ist eine Barriere, die Gold vorerst nicht durchstoßen wird.“ Er fügt hinzu: „Wer 1980 als US-Anleger in Gold investierte, hat seither – US-inflationsbereinigt – keinen Gewinn erzielt.“

Bitcoin auf Höhenflug: ETF-Zulassung in Sicht?

Bitcoin im Aufwind

Aber nicht nur Gold, auch Bitcoin ist wieder im Aufwind. Die weltweit größte Kryptowährung sprang erstmals seit April 2022 kurzzeitig über die Marke von 42.000 Dollar. Die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA und die mögliche Zulassung von Bitcoin-ETFs durch US-Regulierungsbehörden könnten die Nachfrage nach der Kryptowährung weiter ankurbeln.

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