Die Gesundheitsbehörden schlagen Alarm: Eine Hepatitis-A-Welle breitet sich von Tschechien aus. Auch Österreich und Deutschland melden steigende Fallzahlen.
Tschechien kämpft mit einem Hepatitis-A-Ausbruch. Seit Jahresbeginn wurden bereits 1.000 Fälle der Gelbsucht registriert – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders betroffen sind die Regionen Südmähren und Mährisch-Schlesien, die an Österreich und Polen grenzen.
Die Infektionskrankheit wird durch das Hepatitis-A-Virus verursacht und hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen. Auch enger Kontakt mit infizierten Personen kann zur Ansteckung führen. Die Inkubationszeit beträgt etwa 15 bis 50 Tage, was die Nachverfolgung der Infektionsketten erschwert.
⇢ Gelbsucht-Horror im Nachbarland: 28 Tote
Symptome und Verlauf
Typische Anzeichen einer Hepatitis-A-Infektion sind Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Gelbfärbung der Haut. Bei Kindern verläuft die Erkrankung oft mild oder sogar ohne Symptome, während sie bei Erwachsenen schwerwiegender sein kann. In seltenen Fällen kann es zu einem akuten Leberversagen kommen.
Die tschechischen Gesundheitsbehörden empfehlen verstärkte Hygienemaßnahmen, insbesondere gründliches Händewaschen. Für Risikogruppen wird eine Impfung gegen Hepatitis A angeraten. Diese bietet einen langanhaltenden Schutz gegen die Infektion.
Internationale Auswirkungen
Das Robert Koch-Institut in Deutschland hat bereits auf den Ausbruch reagiert und rät Reisenden in betroffene Regionen zur Vorsicht. Auch in Österreich beobachten die Gesundheitsbehörden die Situation aufmerksam, da durch den Reiseverkehr eine Ausbreitung möglich ist.
Experten betonen, dass Hepatitis A in Ländern mit hohen Hygienestandards normalerweise selten auftritt. Der aktuelle Ausbruch in Tschechien sei daher ungewöhnlich und erfordere besondere Aufmerksamkeit.
Die tschechische Regierung hat zusätzliche Mittel für Präventionsmaßnahmen und Impfkampagnen bereitgestellt.