Ein Huhn sorgt für Aufregung am Münchner Hauptbahnhof. Nach einer Nacht in Polizeigewahrsam wurde der gefiederte Gast mit dem Spitznamen „Henrietta“ in sichere Obhut gebracht.
Eine Passagierin entdeckte am Freitagabend gegen 17.30 Uhr ein herrenloses Huhn am nördlichen Ausgang des Münchner Hauptbahnhofs. Nachdem sie das Tier eingefangen hatte, brachte sie es zum Fundbüro. Da lebende Wesen dort jedoch nicht aufgenommen werden können, wurde der ungewöhnliche Fall an die Polizei weitergeleitet.
Die Beamten der Bundespolizeiinspektion München nahmen sich des gefiederten Fundstücks an und gaben ihm kurzerhand den Namen „Henrietta“. Ihre Versuche, mit dem Huhn zu kommunizieren, blieben allerdings erfolglos. Selbst das Angebot einer Schüssel Haferflocken führte zu nichts weiter als unverständlichem Gegacker der gefiederten Zeugin.
Nächtliche Unterbringung
Da der Vogelnotdienst nachts nicht erreichbar war, verbrachte „Henrietta“ die Nacht auf dem Polizeirevier am Münchner Hauptbahnhof. Mit Beginn der Tagschicht am Samstagmorgen wurde das ausgeruhte Huhn wohlbehalten an den Vogelnotdienst Olching übergeben, wie die Bundespolizeiinspektion München am Sonntag mitteilte.
Rätselhafte Herkunft
Die Herkunft des Tieres bleibt rätselhaft. Unklar ist, ob das Huhn eine längere Reise hinter sich hat oder lediglich einem Hühnerhalter aus der näheren Umgebung Münchens entwischt ist.
Auch ein möglicher Zusammenhang zu einem Vorfall vom Oktober, bei dem drei Hühner ein Zugabteil in einer Kölner S-Bahn in Beschlag genommen hatten, konnte bislang nicht geklärt werden.