Die Zahl der Todesopfer nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana ist weiter gestiegen. Ein 18-jähriger Schweizer erlag seinen schweren Verletzungen in einem Zürcher Krankenhaus, wie die Staatsanwaltschaft im Wallis mitteilte.
Damit forderte das Unglück bislang 41 Menschenleben. Die Behörden ermitteln wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung.
Der folgenschwere Brand in der Bar Le Constellation wurde in der Silvesternacht vermutlich durch Funken sprühende Partyfontänen ausgelöst. Das Feuer breitete sich rasch aus und schnitt vielen Gästen den Fluchtweg ab. Die schmale Treppe aus dem Kellergeschoss wurde für zahlreiche Menschen zur tödlichen Falle. Über hundert Personen wurden verletzt, etwa 80 von ihnen erlitten schwere bis schwerste Brandverletzungen.
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Stiller Gedenkzug
Am vergangenen Samstag versammelten sich Hunderte Menschen zu einem Schweigemarsch für die Opfer. Angehörige trugen ein weißes Banner mit der Aufschrift »Gedenken an die Opfer von Crans-Montana. Gerechtigkeit und Wahrheit« durch die Straßen von Lutry. Die Kleinstadt nahe Lausanne war Heimat mehrerer Verstorbener. Der stille Gedenkzug begann und endete am Stadion des lokalen Fußballklubs, dem sieben der Opfer angehört hatten.
»Tristan wäre in vier Monaten 18 geworden, aber ich bin die Mutter von 155 Opfern«, sagte eine Mutter, deren Sohn bei dem Unglück in der Silvesternacht ums Leben gekommen war, vor den versammelten Menschen. In den Händen hielt sie ein Foto des Jungen.
Andere Angehörige und Freunde von Verstorbenen hatten weiße Rosen oder Plakate mit der Aufschrift »Ihr seid nicht allein« dabei.
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