Israel untersagt Ärzte ohne Grenzen weitere Einsätze im Gazastreifen wegen fehlender Mitarbeiterlisten. Die humanitäre Organisation muss ihre Aktivitäten in dem Palästinensergebiet vorerst einstellen, wie das israelische Ministerium für Diaspora heute bekannt gab.
Bereits im Dezember hatte Israel insgesamt 37 internationalen Hilfsorganisationen – darunter auch Ärzte ohne Grenzen (MSF) – die Zulassung für Einsätze im Gazastreifen ab März 2026 entzogen. Begründet wurde dieser Schritt mit der Nichteinhaltung „erforderlicher Sicherheits- und Transparenzstandards“.
Mitarbeiterlisten fehlen
Nach Angaben des Ministeriums hat MSF es versäumt, eine vollständige Liste ihrer palästinensischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzulegen. Als Konsequenz müssen nun sämtliche Beschäftigte der Organisation das palästinensische Küstengebiet bis zum 28. Feber verlassen.
Verpflichtung für alle
Das Ministerium betonte zudem, dass die Verpflichtung zur Vorlage von Mitarbeiterlisten für „alle in der Region tätigen humanitären Organisationen“ gelte.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit anhaltend angespannter humanitärer Lage im Gazastreifen.