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Izetbegović rügt serbische Nachrichtenagentur: Tanjug betreibt gezielt Fake News

Ein Interview des bosnakischen Präsidiumsmitglieds Bakir Izetbegović für die Deutsche Welle sorgt derzeit für politische Spannungen zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien. (Foto: N1/DW)

Die Aussage des bosnakischen Präsidiumsmitglieds Bakir Izetbegović hat für Spannungen zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina gesorgt. Nun warf Izetbegović der serbischen Nachrichtenagentur Lügenpresse vor.

Ein kürzlich erschienenes Interview mit dem bosnakischen Präsidiumsmitglieds Bakir Izetbegović verleitete die Regierungsvertreter der Republika Srpska aufzurufen, die Arbeit in bosnisch-herzegowinischen Institutionen, niederzulegen. Gegenüber der Deutschen Welle äußerte sich Izetbegović zum Thema Kosovo. Er hoffe, dass Bosnien-Herzegowina den Kosovo anerkennen werde. Sollte es zu Spannungen in seinem Land kommen, wäre er bereit für den Krieg.

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Die Regierungsvertreter der Republika Srpska (RS) riefen alle serbischen Politiker in bosnisch-herzegowinischen Instituten auf, ihre Arbeit niederzulegen.

 

Diese Aussagen veröffentlichte die serbische Nachrichtenagentur Tanjug. Nun zieht Tanjug die Meldung zurück. Man habe die Statements von Izetbegović aus dem Zusammenhang gerissen. Die so veröffentlichten Informationen lösten jedoch eine Reihe an unangemessener und übertriebener Reaktionen ausgelöst.

Die Redaktion der serbischen Tanjug sei vom Kabinett des Mitglieds der Präsidentschaft von Bosnien-Herzegowina darauf hingewiesen, dass die Informationen, die sie publizieren würden, nicht der Wahrheit entsprachen. Der Medienberater Izetbegović bat um eine Korrektur, Tanjug willigte nicht ein. Statt die Aussage aus dem Interview zu übernehmen, kürzte die Nachrichtenagentur. Izetbegovićs Kabinett wirft Tanjug nun vor, gezielt Fake News zu betreiben.

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So der Präsident der Republika Srpska bei seinem kürzlichen Zusammentreffen mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić.

 

Seitens Tanjug sei jedoch die politische Haltung Izetbegovićs zum Thema Kosovo durch das Statement eindeutig gewesen. Der serbische Präsident Aleksandar Vucic sagte am Dienstag, dass die Erklärung von Izetbegović weit reichende politische Konsequenzen haben werde