Der Rechtsstreit zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker findet sein vorläufiges Ende. Der Clan-Chef muss dem Rapper 1,8 Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen.
Nach einem langwierigen Rechtsstreit hat das Landgericht Berlin die Berufung von Arafat Abou-Chaker gegen ein früheres Urteil abgewiesen. Der 49-Jährige muss nun dem Rapper Bushido rund 1,8 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zurückzahlen, wie ein Gerichtssprecher bestätigte.
Das Gericht bekräftigte damit die Entscheidung des Landgerichts Berlin vom September 2023. Kernpunkt der Entscheidung ist die Feststellung, dass zwischen dem Musiker und seinem ehemaligen Geschäftspartner kein rechtsgültiger Managementvertrag existierte. Folglich hätte Bushido die Millionensumme nie an Abou-Chaker entrichten müssen.
Finanzielle Folgen
Die finanzielle Belastung für Abou-Chaker geht über die Rückzahlung hinaus. Er wurde auch zur Übernahme sämtlicher Prozesskosten verpflichtet. Der 2. Zivilsenat hat den Streitwert für das Berufungsverfahren auf etwas mehr als 3 Millionen Euro festgelegt.
Die Auseinandersetzung zwischen dem Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi heißt, und seinem früheren Manager beschäftigt die Justiz in Berlin und Brandenburg seit Jahren.
Es ist nur ein Kapitel in einer Serie von Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden Parteien.