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Sicherheitsmaßnahmen

Krawalle in Mailand: Italiens Regierung reagiert mit Krisensitzung

Krawalle in Mailand: Italiens Regierung reagiert mit Krisensitzung
(FOTO: EPA / MATTEO CORNER)
2 Min. Lesezeit |

Plünderungen, zerstörte Geschäfte und Hunderte Polizeikontrollen: Nach zwei Tagen voller Gewalt in Mailand berät Italiens Regierung jetzt über schärfere Maßnahmen.

Nach zwei Tagen schwerer Ausschreitungen in Mailand hat Italiens Premierministerin Giorgia Meloni für Montag eine Sitzung zur öffentlichen Sicherheit einberufen. Dabei soll beraten werden, welche zusätzlichen Maßnahmen gegen gewalttätige Gruppen möglich sind, die Proteste und öffentliche Versammlungen für Ausschreitungen nutzen. Allein am Sonntag wurden in Mailand mehr als 200 Personen von der Polizei angehalten beziehungsweise zur Überprüfung auf Polizeidienststellen gebracht; rund 80 Prozent von ihnen waren minderjährig.

Mailands Krawallschäden

Bereits am Samstag war eine Demonstration gegen hohe Lebenshaltungskosten und andere soziale Belastungen in Mailand von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Geschäfte wurden geplündert, Barrikaden errichtet und Einsatzkräfte mit Gegenständen beworfen. Allein für Mailand wurden die Schäden nach diesem ersten Tag auf mindestens 500.000 Euro geschätzt. Am Sonntag kam es erneut zu Gewalt: Gruppen überwiegend junger Menschen beschädigten Schaufenster und plünderten Geschäfte rund um das Zentrum. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, Teile der Innenstadt wurden zeitweise abgeriegelt und der Mailänder Dom für Touristen früher geschlossen.

Politische Reaktionen

Innenminister Matteo Piantedosi kündigte ein konsequentes Vorgehen an und betonte, dass auch Minderjährige nicht straflos bleiben würden. „Auch bei Minderjährigen werden wir das Gesetz anwenden“, stellte der Minister klar. Vizepremier Matteo Salvini forderte unterdessen mehr Handlungsspielraum für die Sicherheitskräfte – unter anderem beim Einsatz von Wasserwerfern und Tasern. Innerhalb der Regierungsparteien werden zudem schärfere Regeln für Minderjährige diskutiert, die sich an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligen.

Welche zusätzlichen Maßnahmen tatsächlich beschlossen werden, ist noch offen. Diskutiert werden unter anderem strengere Regeln für gewalttätige Minderjährige, erweiterte präventive Eingriffsmöglichkeiten sowie härtere Konsequenzen bei gemeinschaftlichen Sachbeschädigungen. Verteidigungsminister Guido Crosetto brachte außerdem ins Spiel, identifizierte Verursacher stärker für die entstandenen Schäden finanziell haftbar zu machen. Über das weitere Vorgehen soll bei der von Meloni einberufenen Sitzung beraten werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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