Krebserkrankungen bei jungen Menschen nehmen zu, wobei besonders aggressive und schwer behandelbare Varianten vermehrt auftreten. Eine aktuelle Untersuchung des UC Davis Comprehensive Cancer Center widmet sich der Frage, welche Personengruppen besonders gefährdet sind und welche Faktoren dazu beitragen.
Die Zahlen alarmieren: Immer mehr junge Menschen erkranken an Krebs – und besonders aggressive Varianten nehmen zu. Eine neue Studie liefert beunruhigende Erkenntnisse. In Großbritannien verzeichnete man zwischen den frühen 1990er Jahren und 2018 einen Anstieg der Krebsfälle um 22 Prozent bei 25- bis 49-Jährigen – eine Entwicklung, die sich international abzeichnet. Besonders auffällig ist die Zunahme bei Darmkrebserkrankungen.
Die Wissenschaftler analysierten für ihre Studie die Daten von 48.000 Betroffenen. Die Auswertung zeigt detailliert auf, bei welchen Patienten es zu einer Metastasierung nach ursprünglicher Diagnose kam und welche Krebsarten besonders häufig zurückkehren. Bei Patienten, die anfänglich keine Metastasen aufwiesen, war das Rückfallrisiko mit Metastasierung besonders hoch bei Darmkrebs, Sarkomen, Gebärmutterhals- und Brustkrebs. Die Forscher betrachteten dabei die Fünfjahresinzidenz als zeitlichen Bezugsrahmen.
Hohe Rezidivraten
„Gebärmutterhalskrebs wies in allen Stadien besonders hohe Rezidivraten auf, wobei Patientinnen im Stadium 3 eine kumulative Inzidenz von 41,7 Prozent aufwiesen„, erklärte einer der Experten, die für die Studie verantwortlich gewesen sind. Die Sterblichkeitsrate war bei Patienten, die zunächst keine Metastasen entwickelt hatten, generell höher – mit Ausnahme von Schilddrüsen- und Hodenkrebs.
Verbesserte Nachsorge
„Diese Ergebnisse unterstreichen die erhebliche Belastung durch metastasierende Rezidive bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen und die Notwendigkeit einer maßgeschneiderten Nachsorge„, betonte Theresa Keegan, leitende Autorin der Studie. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen Medizinern künftig helfen, die Erkrankungen besser zu verstehen und effektivere Behandlungsansätze zu entwickeln.
Rebecca Brown, die vor ungewöhnlichen Symptomen gewarnt hatte, verstarb mit nur 30 Jahren an Krebs.