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12 Jahre alt

Kritik von Priester: Serbischer Häkel-Star Viktor spaltet das Netz (VIDEO)

Kritik von Priester: Serbischer Häkel-Star Viktor spaltet das Netz (VIDEO)
FOTO: Screenshot Instagram
3 Min. Lesezeit |

Ein Junge, eine Häkelnadel – und plötzlich streiten Priester, Eltern und das halbe Internet über ein Kinderhobby.

Ein zwölfjähriger Junge aus Serbien häkelt – und das Internet dreht durch. Nicht wegen eines Skandals, nicht wegen eines Stunts, sondern weil Viktor Mitic einfach tut, was er liebt: Er greift zur Häkelnadel, und zwar für jeden neuen Follower auf Instagram eine Schlaufe mehr. Sein Profil „Heklac Viktor“ hat in kürzester Zeit Hunderttausende Menschen erreicht und eine Debatte ausgelöst, die weit über ein Kinderhobby hinausgeht.

In seiner Profilbeschreibung lässt Viktor keinen Zweifel daran, was ihn antreibt – und was ihn nicht aufhalten wird. Er schreibt offen, dass er weiß, dass manche Kinder ihn deswegen auslachen. Doch aufgeben kommt für ihn nicht infrage. Er werde weiterhäkeln, für seine Follower und für sich selbst.

Priester-Kritik

Dass diese Worte nicht nur Pose sind, musste Viktor allerdings erst unter Beweis stellen. Denn der Gegenwind kam – und er kam aus einer unerwarteten Richtung. Ein Priester namens Stefan Rajcic veröffentlichte einen Beitrag, in dem er den Jungen kritisierte und ihn mit Vorbildern verglich, die Kinder seiner Meinung nach wirklich brauchen. Die Reaktion der Öffentlichkeit folgte prompt und heftig. Rajcic löschte den Beitrag und meldete sich mit einer Entschuldigung zurück, die ihrerseits für Aufsehen sorgte.

„Sperrt mir das Profil, schickt mich vor Gericht, erfüllt jede der grauenhaften Drohungen, die ihr in den letzten 24 Stunden geschrieben habt“, schrieb Rajcic. „Aber zieht den Jungen, den ich erwähnt habe, auf keinen Fall da hinein. Er ist erst zwölf Jahre alt! Meine Haltung richtet sich gegen die Schaffung falscher Vorbilder – das hat nichts mit dem Kind zu tun. Der Beitrag ist gelöscht, ich wünschte, ich hätte ihn nie veröffentlicht. Verzeiht mir alle für die Unruhe – auch du, Viktor.“

Auf Viktor selbst hatte die Aufregung sichtbare Spuren hinterlassen. Sein Vater Zvezdan Mitic schilderte gegenüber dem serbischen Portal Telegraf, wie erschüttert der Junge gewesen sei. „Er sagte mir, dass er das Profil löschen wird und niemand mehr zusehen soll, wie er häkelt“, so Zvezdan Mitic. Auch er selbst habe die Kommentare des Priesters mit Unbehagen verfolgt – sei aber rasch zu dem Schluss gekommen, dass eine öffentliche Auseinandersetzung nichts bringen würde. „Es lohnt sich nicht, sich aufzuregen. Hinter meinem Viktor steht nichts außer der Liebe zum Häkeln“, sagte der Vater.

Rückenwind für Viktor

Während die einen schwiegen oder sich entschuldigten, ergriff ein anderer Priester das Wort – diesmal zugunsten des Jungen. Predrag Popovic stellte sich klar auf Viktors Seite und betonte, dass der Zwölfjährige mit seinem Talent eine durch und durch positive Botschaft sende. „Viktor ist ein wunderbares Kind, das die Talente einbringt, die Gott ihm gegeben hat. Im Gegensatz zu vielen Gleichaltrigen, die den ganzen Tag zocken und faulenzen, hat dieser Junge etwas Eigenes gemacht. Er häkelt! Originell“, schrieb Pater Predrag. Er erinnerte zudem daran, dass Häkeln und Stricken jahrhundertelang in Klöstern und sogar im Militär gelehrt wurden – Fertigkeiten also, die Respekt verdienten, keine Häme.

Laut einem Bericht des serbischen Nachrichtenportals Blic wächst die Unterstützung für Viktor in den sozialen Medien seither stetig weiter. Viele Nutzerinnen und Nutzer sehen in ihm nicht nur einen talentierten Jungen, sondern auch ein Beispiel dafür, was es bedeutet, seiner Leidenschaft treu zu bleiben – auch dann, wenn andere darüber lachen.

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KO KOSMO-Redaktion
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