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Vertrauensindex

Lena Schillings Umfragewerte sinken in den Minusbereich

(FOTO: DieGrünen/Flickr/Karo Pernegger)
(FOTO: DieGrünen/Flickr/Karo Pernegger)

Aktuelle Vertrauensumfragen zeigen, dass sich die vorwürfebelastete Politikerin mit einem dramatischen Einbruch ihrer Beliebtheitswerte konfrontiert sieht. Der jüngste APA-OGM-Vertrauensindex offenbart, dass Schillings Vertrauenswert um 33 Punkte auf minus 50 gesunken ist, was sie auf den vorletzten Platz des Rankings bringt. Lediglich Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) rangiert noch unter ihr, während selbst FPÖ-Chef Herbert Kickl höheres Ansehen genießt.

Blick in die Umfragewerte

Neben Schilling zeigen sich auch bei anderen EU-Spitzenkandidaten Vertrauenseinbußen, allerdings in einem deutlich geringeren Umfang. Die Einzelheiten offenbaren ein differenziertes Bild: Reinhold Lopatka verliert drei Punkte und rutscht auf minus 15, während Andreas Schieder (SPÖ) und Harald Vilimsky (FPÖ) ebenfalls Rückgänge aufweisen. Bemerkenswerterweise hat auch die grüne Parteispitze, einschließlich Bundessprecher Werner Kogler und Klubobfrau Sigrid Maurer, Vertrauensverluste zu beklagen.

Vertrauensbarometer

Die Affäre um Schilling lenkt das Augenmerk auf bedeutsame Verschiebungen innerhalb des politischen Vertrauensspektrums. So konnte SPÖ-Chef Andreas Babler wieder Punkte gutmachen und sein vorheriges Tief überwinden. Auch einige ÖVP-Politiker, darunter Kanzler Karl Nehammer und Außenminister Alexander Schallenberg, verzeichnen leichte Verbesserungen in ihrer Vertrauensbilanz. Trotzdem bleiben sie ebenso wie andere Regierungsmitglieder weiterhin in einem negativen Vertrauensbereich.

Am anderen Ende der Skala stehen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), die ihre Spitzenpositionen im Vertrauensranking behaupten. Sie sind die einzigen politischen Figuren, die positive Vertrauenswerte aufweisen, was auf eine stabile öffentliche Wertschätzung hindeutet.

Für die Erstellung des APA-OGM-Vertrauensindex wurden zwischen dem 8. und dem 15. Mai 1.341 Online-Interviews mit wahlberechtigten Österreichern über 16 Jahren durchgeführt. Die Schwankungsbreite dieser Umfrage liegt bei +/- 2,7 Prozent, was die Ergebnisse innerhalb einer vertrauenswürdigen Genauigkeit positioniert.