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Vermisstenfall

Mysteriöse Mails nach Verschwinden: Vierfach-Mama „nicht freiwillig gegangen“?

Mysteriöse Mails nach Verschwinden: Vierfach-Mama „nicht freiwillig gegangen“?
FOTO: Österreich findet euch
3 Min. Lesezeit |

Eine Mutter verschwindet spurlos – und kurz darauf tauchen mysteriöse E-Mails auf, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben.

Am 13. Februar verließ die 48-jährige Michaela B., Mutter von vier Kindern, ihre Wohnung in Sankt Georgen an der Stiefing im Bezirk Leibnitz – und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Berichten zufolge soll sie mit einer Sporttasche, die Kleidungsstücke, ihren Reisepass, den Führerschein sowie mehrere tausend Euro enthielt, in Richtung des Bahnhofs Wildon aufgebrochen sein.

Gegenüber der „Krone“ schilderte ihr 19-jähriger Sohn, dass die Hunde seiner Mutter an diesem Tag stundenlang ohne Versorgung geblieben waren – ein Umstand, der für die passionierte Hobbyzüchterin äußerst ungewöhnlich sei. Der junge Mann erstattete daraufhin Vermisstenanzeige bei der Polizei und wandte sich zusätzlich an den Verein „Österreich findet euch“, um eine öffentliche Suchaktion einzuleiten.

Weder Freunde noch Nachbarn oder ihre Kinder wurden im Vorfeld über eine mögliche Reise informiert. Erfahren Sie mehr über ähnliche Vermisstenfälle in dieser Region. Ihr Sohn, der an jenem Tag von der Berufsschule nach Hause kam und die leere Wohnung vorfand, zeigte sich davon sichtlich überrascht.

Rätselhafte E-Mails

Wie die Zeitung berichtet, sind sowohl bei der Kriminalpolizei als auch beim Verein „Österreich findet euch“ rätselhafte E-Mails eingegangen. Abgeschickt wurden sie im Namen der Vermissten, wobei der Versand über einen Server im nahen Ausland erfolgte. Der Inhalt: „Ich bin nicht freiwillig weggegangen. Aber hört auf, nach mir zu fahnden.“

Ob Michaela B. diese Nachrichten tatsächlich selbst verfasst hat, ist bislang ungeklärt. Ihre Kinder sind in großer Sorge. Die 20-jährige Tochter berichtete der „Krone“, dass die Familie zunächst eine Verzweiflungstat in Betracht gezogen hatte.

Nach dem Scheitern der ersten Ehe – aus der sie selbst und ihr 19-jähriger Bruder hervorgegangen sind – habe die Vermisste erneut geheiratet. Auch die zweite Ehe zerbrach, aus ihr stammen zwei weitere Kinder. Erst im Jänner hatte die Statikerin in einem Sorgerechtsstreit gegen ihren zweiten Ex-Mann eine Niederlage erlitten.

Verdacht: Internetfalle

Einen Suizid schließen die Geschwister dennoch aus – ein solcher Schritt passe nicht zu ihrer Mutter. Zuletzt war Michaela B. auf mehreren Dating-Plattformen auf Partnersuche, ohne dass daraus eine neue Beziehung entstanden wäre. Analyse von Online-Dating-Gefahren und Schutzmaßnahmen.

Inzwischen hegen ihre Kinder den Verdacht, dass genau diese Suche mit ihrem Verschwinden in Zusammenhang stehen könnte.

Die düstere Vermutung: Eine Bekanntschaft aus dem Internet könnte die Steirerin in eine Falle gelockt und entführt haben. Lesen Sie hier über die neuesten Erkenntnisse zu Online-Bekanntschaften.

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KO KOSMO-Redaktion
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