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Kulturkampf

Nach Trump-Lob: Droht Nicki Minaj die Abschiebung?

Nach Trump-Lob: Droht Nicki Minaj die Abschiebung?
Foto: epa/JASON SZENES
3 Min. Lesezeit |

Nach ihrer Trump-Lobrede bei einer konservativen Veranstaltung steht Rapperin Nicki Minaj im Sturm der Entrüstung. Eine Online-Petition fordert nun drastische Konsequenzen.

Ein Popauftritt mit politischen Folgen sorgt derzeit für Wirbel in den USA. Rapperin Nicki Minaj steht nach ihrem Auftritt bei einer konservativen Veranstaltung im Zentrum einer heftigen Kontroverse, die inzwischen in einer Online-Petition mit Zehntausenden Unterstützern gipfelt.

Die 43-jährige Musikerin erschien kürzlich beim „America Fest“, einer Veranstaltung der konservativen Organisation „Turning Point USA“. Dort überraschte sie mit offener Sympathiebekundung für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Die Rapperin beschrieb den 79-Jährigen als „attraktiv und unwiderstehlich“ und sprach positiv über seine frühere Regierungszeit. Der Auftritt in Phoenix löste umgehend zahlreiche Reaktionen aus.

Besonders aus Kreisen der LGBT+-Gemeinschaft hagelte es Kritik. Einige Anhänger werfen der Künstlerin vor, mit ihrem Auftritt und ihren Äußerungen früheren Positionen untreu geworden zu sein und sich von der Drag-Kultur abgewandt zu haben. Zusätzlich sorgten ihre Kommentare über den Vizepräsidenten für Irritationen beim Publikum.

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Petition zur Abschiebung

In der Folge entstand auf der Plattform Change.org eine Petition mit dem Titel „Deport Nicki Minaj to Trinidad“. Das Online-Dokument sammelte binnen weniger Tage über 50.000 Unterschriften und richtet sich unmittelbar gegen die Künstlerin.

Die Initiatoren der Petition erheben schwerwiegende Anschuldigungen gegen Minaj. Sie behaupten, die Rapperin sei „außer Kontrolle geraten“ und weise Anzeichen einer „Psychose“ auf. Ihr Verhalten führe zur Belästigung der Musikerfamilie Carter, die in dem Schreiben als „angesehene und unschuldige amerikanische Familie“ bezeichnet wird. Dies verursache erheblichen Stress und stelle ein gesellschaftliches Problem dar.

Die Petition greift auch Kenneth Petty an, den 47-jährigen Ehemann der Rapperin. Als verurteilter Sexualstraftäter werfe seine Vergangenheit laut den Verfassern „zusätzliche Fragen“ auf. Der Musikerin wird vorgeworfen, ihren Mann trotz der Anschuldigungen vehement zu verteidigen, Opfer einzuschüchtern und zu bedrohen – was eine „Missachtung von Recht und Sicherheit“ darstelle.

Forderungen der Kritiker

Nach Ansicht der Verfasser ist Minajs Verhalten keine private Angelegenheit mehr, sondern „eine Frage von öffentlichem Interesse“. Aufgrund ihrer Reichweite trage sie besondere Verantwortung.

Als Lösung schlagen die Initiatoren vor: „Die Abschiebung von Nicki Minaj nach Trinidad erscheint als sinnvollste Lösung“, um weiteren Schaden abzuwenden und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Zudem solle ein deutliches Zeichen gesetzt werden, dass Belästigung und die Unterstützung krimineller Handlungen nicht geduldet würden.

Obwohl die Petition keine rechtliche Bindung hat, verdeutlicht sie, wie stark politische Äußerungen von Prominenten in einem angespannten gesellschaftlichen Klima polarisieren können.

Die Rapperin hat bisher keine öffentliche Stellungnahme zur Petition abgegeben. Unbestritten bleibt: Ihr Auftritt beim America Fest demonstriert erneut die explosive Mischung aus Popkultur, Politik und öffentlicher Entrüstung – und wie fließend die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und öffentlicher Kritik geworden sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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