Neue Enthüllungen erschüttern die Welt: Während Teheran von 3.117 Toten spricht, berichten Insider von bis zu 30.000 Opfern bei den iranischen Massenprotesten – an nur zwei Tagen.
Bei den Massenprotesten im Iran könnten nach einem Bericht des „Time“-Magazins an nur zwei Tagen bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein. Das Magazin stützt diese erschreckende Zahl auf Aussagen zweier hochrangiger Beamter aus dem iranischen Gesundheitsministerium. Demnach sollen am 8. und 9. Jänner die Sicherheitskräfte mit solcher Brutalität gegen Demonstranten vorgegangen sein, dass staatliche Stellen mit der Bewältigung der Leichenbergung überfordert waren. Die Beamten berichteten von Engpässen bei Leichensäcken und dem Einsatz von Sattelaufliegern anstelle von Krankenwagen für den Abtransport der Toten.
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Offizielle Darstellung
Die iranische Regierung präsentiert deutlich niedrigere Opferzahlen. Offiziell wird von insgesamt 3.117 Todesopfern gesprochen. Der iranische Botschafter in Genf behauptete, mehr als 2.400 Menschen seien durch „terroristische Aktivitäten“ ums Leben gekommen. Teheran schiebt die Verantwortung für die Todesfälle Israel und den USA zu, bleibt jedoch konkrete Beweise für diese Anschuldigungen schuldig.
Unabhängige Zahlen
Das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA veröffentlichte eigene Zahlen, die zwischen den extremen Angaben liegen. Die Organisation dokumentierte 5.495 bestätigte Todesfälle, darunter 5.149 Demonstranten. Zusätzlich untersucht HRANA mehr als 17.000 weitere Verdachtsfälle.
Nach Erkenntnissen der Menschenrechtsaktivisten wurden zudem 7.403 Personen schwer verletzt und 40.887 Menschen festgenommen. Die Aktivisten weisen darauf hin, dass die genaue Erfassung der Opferzahlen durch anhaltende Internetblockaden und -störungen seit drei Wochen erheblich erschwert wird.
Das vollständige Ausmaß der staatlichen Gewalt lasse sich daher derzeit noch nicht abschließend beziffern.