Am frühen Donnerstagmorgen nahm eine Verfolgungsjagd in Kroatien ein tragisches Ende, als ein mit Migranten besetztes Fahrzeug während der Flucht vor der Polizei gegen eine Mauer stieß. Dabei kamen vier Personen ums Leben und fünf weitere, darunter auch ein Kind, erlitten teils schwerste Verletzungen. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stadt Sinj (Kroatien), einem Gebiet, das durch seine Lage an der sogenannten Westbalkanroute eine zentrale Rolle in der Migrationsbewegung nach Europa spielt.

Verhängnisvolle Flucht vor der Polizeikontrolle
Laut Berichten der örtlichen Behörden ereignete sich der Unfall gegen 7:00 Uhr morgens, als das Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen einer Polizeikontrolle zu entkommen versuchte und dabei mit hoher Geschwindigkeit von der Straße abkam und gegen eine Mauer prallte. Die genauen Umstände, die zu dieser tragischen Eskalation führten, sind Gegenstand laufender Untersuchungen.
Opfer und Verletzte
Unter den Opfern befanden sich sowohl Erwachsene als auch Kinder, die als Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben in die EU unterwegs waren. Die Verletzten wurden umgehend in das nahegelegene Krankenhaus nach Split gebracht, wo medizinisches Fachpersonal um ihr Leben kämpft. Vier der Verletzten befinden sich in lebensbedrohlichem Zustand. Die Identität und Nationalität der Insassen werden derzeit noch ermittelt.
Weitere Ermittlungen im Gange
Die kroatischen Behörden haben inzwischen eine Fahndung nach einem möglicherweise zweiten an der Schleusung beteiligten Fahrzeug eingeleitet. Diese Tragödie wirft erneut ein Schlaglicht auf die gefährlichen Wege, die Migranten auf ihrer Flucht nach Europa oft auf sich nehmen. Kroatien, seit Anfang des Jahres Mitglied des Schengenraums, befindet sich entlang der Westbalkanroute, die viele als Tor in die EU betrachten. Die Stadt Sinj, unweit der Grenze zu Bosnien-Herzegowina gelegen, markiert einen kritischen Punkt auf dieser Route.