Zwei Männer, ein abgestimmter Plan und zwei Seniorinnen als Ziel. Ein Vorfall im Burgenland lässt aufhorchen.
Im Altenwohnheim im Bezirk Jennersdorf im Burgenland sind zwei Bewohnerinnen am Montag Opfer eines gezielten Diebstahls geworden. Zwei bislang unbekannte Männer gelangten durch eine nicht gesperrte Eingangstür in das Gebäude und setzten ein abgestimmtes Vorgehen ein, um unbemerkt an Bargeld und Wertgegenstände zu gelangen.
Während einer der Täter eine der Bewohnerinnen in ein Gespräch verwickelte, durchsuchte sein Komplize unbeobachtet einen Kasten und entwendete eine dreistellige Bargeldsumme. In einem weiteren Zimmer brachen die Männer einen Safe auf und stahlen Schmuck sowie ein Sparbuch mit einem Guthaben im fünfstelligen Bereich.
Fahndung läuft
Die Landespolizeidirektion Burgenland hat die Ermittlungen aufgenommen, die Täter konnten bislang jedoch nicht gefasst werden. Polizeisprecher Helmut Marban erklärte gegenüber dem ORF Burgenland: „Die Fahndung nach den Verdächtigen blieb bisher erfolglos.“ Die Männer werden auf ein Alter zwischen 20 und 30 Jahren geschätzt.
Behörden prüfen zudem, ob ein Zusammenhang mit einem Einbruchsversuch im Bezirk Oberwart besteht, bei dem mehrere Männer in der Nähe des Hauses eines älteren Ehepaares beobachtet wurden. Als ein Nachbar aufmerksam wurde, flüchteten die Verdächtigen mit einem weißen Fahrzeug.
Sicherheit im Fokus
Der Vorfall rückt die Frage nach dem Schutz älterer Menschen in Pflegeeinrichtungen und Wohnheimen in den Vordergrund. Nicht gesperrte Zugänge und leicht zugängliche Räumlichkeiten können Kriminellen ungewollte Gelegenheiten bieten.
Maßnahmen wie das konsequente Schließen ungenutzter Eingänge sowie die regelmäßige Kontrolle von Sicherheitssystemen können dazu beitragen, ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
Gerade in Gemeinschaften mit einem hohen Anteil älterer Bewohnerinnen und Bewohner kommt solchen Vorsichtsmaßnahmen besondere Bedeutung zu.