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PROZESS

Terroranschlag in Wien: Unterstützer des Attentäters vor Gericht

Terroranschlag Wien
(FOTO: Wikimedia, Kosmo, iStockphoto)

Heute beginnt vor dem Landesgericht für Strafsachen in Wien der Prozess gegen Helfer des islamistischen Attentäters Kujtim Fejzulai, der am 2. November 2020 im Zentrum der österreichischen Hauptstadt einen Terroranschlag verübt hat, indem er wahllos auf Bürger auf offener Straße geschossen hat. Bei dieser Aktion tötete er vier Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Während des Prozesses wird das Strafgericht von Sonderbeamten „belagert“, jeder, der das Gericht betritt, wird außerordentlichen Kontrollen unterzogen, Film- und Fotoaufnahmen sind verboten.

Der Prozess gegen sechs Personen, die der Beihilfe zur Durchführung des Terroranschlags verdächtigt werden, soll bis Februar dauern. Die Angeklagten im Alter zwischen 22 und 32 Jahren, die aus der Untersuchungshaft vor Gericht gebracht werden, stehen im Verdacht, einen Österreicher albanischer Herkunft aus Nordmazedonien unterstützt zu haben.

Die Anklage umfasst 117 Seiten, und die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen eine terroristische Vereinigung vor. Dabei handelt es sich um Freunde des Terroristen, die, wie die Staatsanwaltschaft behauptet, von den Plänen Kujtim Fejzulais wussten und zum Teil verdächtigt werden, bei der Beschaffung von Waffen und Munition geholfen zu haben.

Ein Freund des Terroristen, Burak K., wird verdächtigt, gefälschte Dokumente für die geplante Flucht von Kujtim Fejzulai organisiert zu haben. Keiner von ihnen wird einer direkten Beteiligung an dem Terroranschlag verdächtigt.

Urteile werden im März oder April nächsten Jahres erwartet.

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