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Existenzkampf

Viel Arbeit, kaum Ertrag: Bauern verdienen nur 1 Cent pro Semmel

Viel Arbeit, kaum Ertrag: Bauern verdienen nur 1 Cent pro Semmel
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Während Brotpreise steigen, erhalten Österreichs Bauern vom Laib nur 20 Cent pro Kilo Mehl. Die Schere zwischen Kosten und Erlösen bedroht die heimische Landwirtschaft.

Die Existenzgrundlage der österreichischen Landwirtschaft gerät zunehmend unter Druck. „Zu den aktuellen Preisen können wir kein Getreide mehr anbauen“, erklärt Georg Strasser, der an der Spitze des ÖVP-Bauernbundes steht. Ein anschauliches Beispiel liefert die Wertschöpfungskette beim täglichen Brot: Von einem Kilogramm Mehl in einem Brotlaib fließen lediglich 20 Cent an die Landwirte zurück. Bei einer Semmel reduziert sich dieser Anteil auf nur einen Cent. Selbst wenn die gesamte Preisdifferenz an die Verbraucher weitergegeben würde, hätte dies kaum spürbare Auswirkungen auf den Endpreis.

Preisverfall bei Getreide

Die wirtschaftliche Lage der Agrarbetriebe verschärft sich durch ein zunehmendes Missverhältnis: Während die Erzeugerpreise auf niedrigem Niveau verharren, klettern die Produktionskosten kontinuierlich nach oben. Für viele Betriebe entwickelt sich der Getreideanbau dadurch zum Verlustgeschäft. Strasser verweist auf konkrete Zahlen: Landwirte erhielten zuletzt für eine Tonne Mahlweizen etwa 180 Euro – ein Einbruch von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders besorgniserregend sei der minimale Anteil an der Wertschöpfung, der bei den Höfen verbleibt. Parallel dazu belasten massiv verteuerte Düngemittel, verschärfte EU-Klimaauflagen sowie der neu eingeführte CO2-Grenzausgleich (CBAM) die Ausgabenseite der landwirtschaftlichen Betriebe.

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Kampagne gestartet

Angesichts dieser Entwicklung plädiert Strasser für Entlastungsmaßnahmen bei den Betriebskosten. Konkret regt er an, die Einnahmen aus dem CBAM gezielt zur Unterstützung des Agrarsektors zu verwenden. Um das öffentliche Bewusstsein für die Problematik zu schärfen, initiiert der Bauernbund nun die Kampagne „Schleuderpreise stoppen“. Diese Initiative zielt darauf ab, angemessene Preise und eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung für die Landwirtschaft durchzusetzen.

Wer die Petition unterstützen möchte, kann dies über die Webseite www.schleuderpreise-stoppen.at tun.

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KO KOSMO-Redaktion
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