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18, GROSS UND AMBITIONIERT

Wird ER unser nächster Bundespräsident?

(FOTO: Facebook/Jeremie Dikebo)

Der 18-Jährige Jeremie Dikebo fällt nicht nur aufgrund seines jungen Alters und seiner Größe von 2,06 Metern im Rieder Gemeinderat auf. Er ist auch der erste dunkelhäutige Politiker des Stadtparlaments.

Jeremie Dikebo ist der jüngste Rieder Gemeinderat aller Zeiten. Doch das ist noch lange kein Grund für den ambitionierten SPÖ-Politiker sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. In einem Interview mit der „Krone“ erzählte der 18-Jährige von seinem großen Traum: Bundespräsident zu sein. Das Zeug dazu hätte der gebürtige Rieder mit Wurzeln in der Demokratischen Republik Kongo allemal.

Mehrere erste Male
Jeremie Dikebo fällt in der Gemeinde Ried im Innkreis (Oberösterreich) wahrlich ins Auge. Er ist nicht nur der jüngste Gemeinderat aller Zeiten, sondern mit seinen 2,06 Metern auch der größte und der erste dunkelhäutige Politiker des Stadtparlaments. Doch der 18-Jährige will nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes – „Ein paar Zentimeter werde ich noch wachsen“ – hoch hinaus, sondern auch, was seine politische Laufbahn angeht.

Gegenüber der „Krone“ erzählt der Jungpolitiker von seinem Traum Bundespräsident zu sein: „Mein Ziel ist es, mit 35 Jahren Bundespräsident Österreichs zu werden. Ich will zeigen, dass in Österreich alles möglich ist. Selbstverständlich weiß ich, dass das nicht einfach wird. Ich bin selbstkritisch genug, aber auch ehrgeizig.“

Interesse für Politik schon im Kindesalter
Sein politisches Interesse sei Jeremie Dikebo von seinen Eltern bereits in die Wiege gelegt worden. Die Mutter des 18-Jährigen engagierte sich seit vielen Jahren beim Verein „Licht am Horizont“, der Straßenkinder im Kongo unterstützt. Und auch Dikebos Vater weckte dessen Interesse an der Politik: „Bereits mit acht Jahren habe ich mich mit meinem Vater über Koalitionen unterhalten, zwei Jahre später habe ich schon gesagt, dass ich Politiker werden will.“

Und wieder nur acht Jahre später setzte Dikebo seinen Plan tatsächlich in die Tat um. Zunächst war der gelernte Telekommunikationskaufmann für ein Jahr als Landesschulsprecher der Berufsschüler tätig. Danach trat er der SP bei, denn „es war eigentlich immer klar, dass nur die Sozialdemokratie für mich in Frage kommt“.

Ein Thema, das Dikebo besonders am Herzen liegt und mit dem er selbst schon oft genug konfrontiert war, ist der Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit. Er sei bis vor zwei Jahren in der Schule selbst aufgrund seiner Hautfarbe gemobbt worden. „Schlimm ist, wenn mich Leute auf der Straße mit gebrochenem Deutsch ansprechen, weil sie glauben, dass ich sie so besser verstehe“, erzählt der Jung-Gemeinderat. Doch vielleicht macht genau diese ungewöhnliche Mischung, die große Erfahrung in so jungen Jahren und der unbezwingbare Ehrgeiz Jeremie Dikebo zum nächsten Bundespräsidenten?!

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