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PRODUKTRÜCKRUF

Acht Babys gestorben: Firma ruft 3,3 Millionen Babyliegen zurück

(FOTO: iStockphoto)

Nachdem es bei acht Säuglingen zu tödlichen Unfällen gekommen war, ließ die US-amerikanische Firma „Boppy“ insgesamt 3,3 Millionen Babyliegen zurückrufen.

Die Babyliegen, oder besser gesagt die Liegekissen, des US-amerikanischen Baby- und Kleinkinderunternehmens „Boppy“ wurden eigentlich dafür entwickelt, damit die Säuglinge unter Aufsicht hingelegt werden können. Auf der Verpackung steht zwar ausdrücklich geschrieben, dass man die Kinder nicht unbeaufsichtigt darin schlafen lassen soll, dennoch kam es in den letzten Jahren gleich zu mehreren fatalen Unfällen mit Todesfolge für acht Babys. Nun ließ die Firma etwa 3,3 Millionen Liegen zurückrufen.

Laut der amerikanischen Regierungsstelle für Produktsicherheit (CPSC) seien zwischen Dezember 2015 und Juni 2020 acht Säuglinge verstorben, während sie in einem der kleinen Kissen lagen: „Diese Art von Vorfällen sind herzzerreißend“, erklärte der CPSC-Vorsitzende Robert S. Adler in der Rückrufankündigung. „Liegestühle und kissenähnliche Produkte sind für den Schlaf von Säuglingen nicht sicher, da die Gefahr des Erstickens besteht“, so Adler weiter.

Da es zu so vielen Todesfällen in Verbindung mit den Liegekissen gekommen war, sei es zu Riskant die Produkte weiterhin auf dem Markt zu lassen. Ein Sprecher des US-Unternehmens „Boppy“ zeigte sich „erschüttert, von diesen Tragödien zu hören“: „Die Liege wurde nicht als Produkt zum Schlafen von Säuglingen vermarktet und enthält Warnungen vor unbeaufsichtigtem Gebrauch.“

Von 2004 bis 2021 verkauft
Von dem Rückruf sind alle Boppy-Liegen für Neugeborene betroffen, konkret: die „Boppy Original Newborn Loungers“, die „Boppy Preferred Newborn Loungers“ und die „Pottery Barn Kids Boppy Newborn Loungers“. Eltern werden dazu aufgerufen, die besagten Produkte nicht mehr zu nutzen und sich bei dem Unternehmen wegen einer Rückerstattung zu melden.

Die Boppy-Liegen für Neugeborene wurden von Jänner 2004 bis September 2021 verkauft und kosteten zwischen 30 und 44 US-Dollar (etwa 25 bis 38 Euro). Der Verkauf beschränkte sich Großteils auf die USA und Kanada.

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