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Großeinsatz

Bankomat-Bande schlägt wieder zu: Sparkasse in Trümmern

Bankomat-Bande schlägt wieder zu: Sparkasse in Trümmern
Symbolfoto. FOTO: iStock/Leesle
2 Min. Lesezeit |

Trotz Sonderkommission und Sicherheitsmaßnahmen schlugen sie wieder zu: Bankomatsprenger haben in Wels-Pernau eine Sparkassen-Filiale ins Visier genommen und erheblichen Schaden angerichtet.

Ein Großeinsatz der Polizei ist seit den frühen Morgenstunden in Wels-Pernau im Gange. Die bereits mehrfach in Erscheinung getretene Bankomatsprenger-Gruppe hat offenbar versucht, einen Geldausgabeautomaten zu sprengen. Bei der Aktion wurde auch das Gebäude der betroffenen Sparkassen-Filiale erheblich beschädigt.

Die Boschstraße ist derzeit zwischen Kaplanstraße und Markusstraße nicht passierbar, eine Umleitung wurde eingerichtet. Ob die Täter Bargeld erbeuten konnten und wenn ja, in welcher Höhe, ist gegenwärtig noch nicht bekannt. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen und ist vor Ort präsent. Der Bereich um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

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📍 Ort des Geschehens

Steigende Fallzahlen

Erst am 24. Februar ereignete sich in Wels ein vergleichbarer Vorfall. Damals hatten Unbekannte im Einkaufszentrum Max Center zwei Bankomaten gesprengt. Das Bundeskriminalamt registrierte im Vorjahr landesweit insgesamt 13 derartige Fälle, sowohl vollendete als auch versuchte Taten.

In diesem Jahr wurden bereits 18 Geldautomaten gesprengt. Innenminister Karner hatte kürzlich versichert: „Wir halten dagegen, wir werden sie kriegen.“ Die aktuelle Entwicklung deutet jedoch auf das Gegenteil hin.

Trotz Gegenmaßnahmen

Die Bankomatsprenger haben ungeachtet einer speziell eingerichteten SOKO (Sonderkommission der Polizei) und eines von den Banken angekündigten Maßnahmenpakets, das Färbesysteme und Vernebelungstechnik beinhaltet, erneut zugeschlagen.

Diesmal wieder in Wels.

Internationale Tätergruppen im Visier

Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden stehen hinter den meisten Bankomat-Sprengungen in Österreich professionelle kriminelle Netzwerke aus dem europäischen Ausland. Diese Gruppierungen zeichnen sich durch eine arbeitsteilige Organisation und hohe Mobilität aus, was die Fahndung erheblich erschwert.

Als Reaktion auf die anhaltende Serie von Sprengungen haben die Bankinstitute ihre Sicherheitsmaßnahmen deutlich verstärkt. Die installierten Färbesysteme markieren Geldscheine bei einer Sprengung mit spezieller Farbe und machen sie damit unbrauchbar. Zusätzlich sollen Vernebelungssysteme den Tätern buchstäblich die Sicht nehmen und so den Zugriff auf das Bargeld verhindern.