Microsoft-Mitbegründer Bill Gates ist in der aktuellen Forbes-Rangliste der vermögendsten Amerikaner auf den 14. Platz abgerutscht. Mit einem geschätzten Vermögen von 107 Milliarden Dollar findet sich der einstige reichste Mann der USA erstmals seit 1991 nicht mehr unter den zehn wohlhabendsten Personen des Landes. In der aktuellen Aufstellung rangiert Gates hinter dem Medienunternehmer Michael Bloomberg und vor Walmart-Erbin Alice Walton.
Der Abstieg des Tech-Pioniers ist allerdings kein Resultat unternehmerischer Misserfolge, sondern Folge seiner bewussten Entscheidung für massive Philanthropie (Wohltätigkeit). Gates hatte im Mai angekündigt, innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte 99 Prozent seines Vermögens an die nach ihm benannte Stiftung zu übertragen. Allein im vergangenen Jahr flossen rund sieben Milliarden Dollar in diese gemeinnützige Organisation – eine Summe, die maßgeblich zu seinem Platzverlust in der Rangliste beitrug.
Vermögensumverteilung
Auch seine Trennung von Melinda French Gates im Jahr 2021 wirkte sich erheblich auf sein Vermögen aus. Nach Forbes-Schätzungen erhielt seine Ex-Frau im Zuge der Scheidungsvereinbarung etwa 29 Milliarden Dollar sowie weitere 12,5 Milliarden Dollar für ihre eigenen wohltätigen Projekte.
Die Gates-Stiftung verfolgt weiterhin weitreichende humanitäre Ziele – von der Bekämpfung von Kinderkrankheiten bis zur Eindämmung von Malaria.
Gates‘ Platzverlust nach 34 Jahren in den Top 10 verdeutlicht das Ausmaß seiner philanthropischen Aktivitäten. Mit den zunehmenden finanziellen Zuwendungen an die Stiftung wird Gates‘ persönliches Vermögen voraussichtlich weiter sinken, was seinen Platz auf der Rangliste der reichsten Amerikaner in Zukunft noch weiter nach unten verschieben dürfte.