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Vorsorge

Bluttest statt Stuhlprobe: Neuer Test könnte Darmkrebs früher erkennen!

Bluttest statt Stuhlprobe: Neuer Test könnte Darmkrebs früher erkennen!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Der Tod des US-amerikanischen Schauspielers James Van Der Beek hat weltweit Betroffenheit ausgelöst. Der 48-Jährige, bekannt durch die Fernsehserie „Dawson’s Creek“ und Vater von sechs Kindern, erlag einer Darmkrebserkrankung, über die er selbst öffentlich gesprochen und in deren Zusammenhang er wiederholt zur Vorsorge aufgerufen hatte. Dennoch nimmt in Österreich nur jeder fünfte Mensch ab 45 Jahren das kostenlose Vorsorgeangebot in Anspruch.

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Dieses umfasst wahlweise eine Darmspiegelung – die sogenannte Koloskopie – alle zehn Jahre oder den Fäkalen Immunologischen Test, kurz FIT, im Zwei-Jahres-Rhythmus. Die Koloskopie hat den Vorteil, dass dabei entdeckte Polypen, die sich zu Krebs entwickeln könnten, unmittelbar entfernt werden können. Der FIT hingegen dient als erstes Screening-Instrument: Wird dabei Blut im Stuhl nachgewiesen, folgt zur Abklärung eine Darmspiegelung.

Neuer Bluttest

Daneben existiert eine bislang wenig bekannte dritte Methode – der ColonAiQ-Bluttest, der DNA-Fragmente auf biochemische Veränderungen untersucht, die auf ein erhöhtes Darmkrebsrisiko hinweisen können. „Fällt der Test positiv aus, besteht ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs und eine Koloskopie wird zur Abklärung empfohlen“, erklärte Günther Malek, Gründer des Unternehmens Trignostics. Ab 2025 ist der Bluttest in Österreich erhältlich und schlägt mit 280 Euro zu Buche, wobei die Kosten von den meisten privaten Krankenversicherungen übernommen werden.

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Malek empfiehlt, den Test alle zwei Jahre durchführen zu lassen – vor allem für Personen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko. Das übergeordnete Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Darmkrebs, denn bei rechtzeitiger Diagnose können neun von zehn Betroffenen geheilt werden.

Steigende Fallzahlen

Ludwig Kramer, Facharzt für Innere Medizin, weist darauf hin, dass die Koloskopie heute deutlich weiterentwickelt und für Patientinnen und Patienten weniger belastend ist als früher. Durch konsequente Vorsorge und die rechtzeitige Entfernung von Krebsvorstufen ließe sich die Häufigkeit von Dickdarmkrebs insgesamt senken. Als begünstigende Faktoren für die Krebsentstehung nennt er unter anderem stark verarbeitete Lebensmittel sowie einen ungesunden Lebensstil.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist Darmkrebs auch bei jüngeren Menschen häufiger geworden, was teilweise auf verbesserte Diagnoseverfahren zurückzuführen ist. In Österreich zählt Darmkrebs zu den zwei bis drei häufigsten Krebserkrankungen: 2024 wurden 4.769 Neuerkrankungen und 2.073 Todesfälle verzeichnet. In 95 Prozent aller Fälle geht die Erkrankung auf die schrittweise Entartung zunächst gutartiger Darmpolypen zurück.

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KO KOSMO-Redaktion
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