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Darmkrebs

Dachte, es sei der Kaffee“ – Dawson’s Creek-Star ignorierte frühe Symptome

Dachte, es sei der Kaffee“ – Dawson’s Creek-Star ignorierte frühe Symptome
FOTO: EPA/ETIENNE LAURENT
4 Min. Lesezeit |

Erst dachte er, es läge am Kaffee – doch hinter den Darmbeschwerden verbarg sich eine tödliche Diagnose für den „Dawson’s Creek“-Star James Van Der Beek.

Der Hauptdarsteller der beliebten Serie „Dawson’s Creek“, James Van Der Beek, ist im Alter von 48 Jahren an den Folgen einer Darmkrebserkrankung verstorben. Seine Familie gab die traurige Nachricht über Instagram bekannt. Der Schauspieler, der Ende der 1990er-Jahre internationale Bekanntheit erlangte, hatte seine Diagnose erst im November 2024 öffentlich gemacht. Laut Medienberichten befand sich Van Der Beek jedoch bereits seit Sommer 2023 im Kampf gegen die Erkrankung. Anfängliche Anzeichen hatte er zunächst als harmlose Reaktion auf seinen Kaffeekonsum fehlgedeutet.

In einem Gespräch mit dem People-Magazin erklärte Van Der Beek 2024, dass ihm bereits im Sommer des Vorjahres Veränderungen beim Stuhlgang aufgefallen waren. Anfangs vermutete er keine ernsthafte Ursache dahinter. „Ich dachte, vielleicht sollte ich weniger Kaffee trinken. Oder die Sahne weglassen. Aber als ich das ausprobierte und sich nichts änderte, wusste ich: Ich sollte das ärztlich abklären lassen“, berichtete der Schauspieler.

Dieses anfängliche Abwarten ist ein verbreitetes Verhalten. Die Deutsche Krebshilfe weist darauf hin, dass frühe Anzeichen von Darmkrebs häufig unspezifisch sind und auch auf weniger bedrohliche Ursachen hindeuten können. Gerade deshalb ist es essenziell, bestimmte Warnsignale ernst zu nehmen und medizinisch untersuchen zu lassen.

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Wichtige Warnsignale

Zu den Symptomen, die ärztlich abgeklärt werden sollten, zählt die Deutsche Krebshilfe: Veränderte Stuhlgewohnheiten (Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel beider), krampfartige Bauchschmerzen sowie häufiger, teils zwingender Stuhldrang (oft ohne anschließende Entleerung), Blässe und Blutarmut (Anämie), unbeabsichtigter, deutlicher Gewichtsverlust, anhaltende allgemeine Schwäche, sichtbares Blut im Stuhl und vermehrte Schleimbeimengungen im Stuhl.

Ein Arztbesuch kann Klarheit schaffen, ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt, und gegebenenfalls weitere diagnostische Maßnahmen einleiten. Obwohl die genannten Symptome auch bei gutartigen Darmerkrankungen auftreten können, steigen die Heilungschancen bei Darmkrebs erheblich, wenn die Erkrankung frühzeitig entdeckt wird.

Das Bundesministerium für Gesundheit in Deutschland gibt an, dass in Deutschland jährlich etwa 55.000 Menschen an Darmkrebs erkranken. Die frühzeitige Erkennung des kolorektalen Karzinoms kann die Heilungschancen signifikant verbessern – in vielen Fällen kann die Erkrankung sogar verhindert werden.

Ab dem 50. Lebensjahr übernehmen alle gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Früherkennungsuntersuchungen. Versicherte haben dann Anspruch auf zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von zehn Jahren. Alternativ besteht die Möglichkeit, alle zwei Jahre einen stuhlbasierten Test zur Darmkrebsfrüherkennung durchführen zu lassen.

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Bei familiärer Vorbelastung oder unklaren Beschwerden ist eine frühere Untersuchung möglich. So können bereits 30-Jährige eine von der Krankenkasse finanzierte Darmspiegelung erhalten, wenn ein Arzt diese als medizinisch notwendig erachtet. Einen gesetzlich verankerten Anspruch auf eine vorgezogene Koloskopie gibt es jedoch nicht, wie die Stiftung Warentest erläutert. Für Selbstzahler belaufen sich die Kosten einer Darmspiegelung laut T-online.de auf ungefähr 300 Euro.

Risikofaktoren reduzieren

Das persönliche Darmkrebsrisiko lässt sich durch einen gesunden Lebensstil reduzieren, betont der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Obwohl die exakten Ursachen der Erkrankung noch nicht vollständig erforscht sind, erhöhen bestimmte Faktoren nach aktuellem Wissensstand das Risiko deutlich, wie unter anderem das Online-Magazin der Helios Kliniken berichtet.

Zu den wesentlichen Risikofaktoren gehören Tabakkonsum, Übergewicht, ballaststoffarme Ernährung, mangelnde körperliche Aktivität sowie häufiger Verzehr von rotem oder verarbeitetem Fleisch. Auch übermäßiger Alkoholkonsum, genetische Vorbelastung oder vererbte Genmutationen, Diabetes mellitus und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen werden als begünstigende Faktoren angesehen.

Zur Prävention empfiehlt der Krebsinformationsdienst daher, ein gesundes Körpergewicht anzustreben, regelmäßige körperliche Aktivität einzuplanen und auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit reichlich Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten zu achten. Der Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch sollte möglichst eingeschränkt, auf Tabakprodukte gänzlich verzichtet und Alkohol nur maßvoll konsumiert werden.

Zusätzlich raten Experten dazu, sich ärztlich zur individuellen Krebsfrüherkennung beraten zu lassen und entsprechende Vorsorgeangebote wahrzunehmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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