Morgens oder abends – die Wissenschaft hat dazu eine klare Meinung. Was Hormone mit dem Liebesleben zu tun haben, überrascht.
Ob morgens oder abends – wann der ideale Zeitpunkt für Sex ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass der Morgen zumindest aus körperlicher Sicht einige Vorteile bieten könnte.
Hormonelle Vorteile
Der Grund liegt in der Hormonlage: Bei Männern erreicht der Testosteronspiegel in den frühen Morgenstunden seinen Tageshöchstwert – jenes Hormon, das für die sexuelle Funktion eine zentrale Rolle spielt. Auch bei Frauen sind die Östrogenwerte zu dieser Tageszeit erhöht, was das Verlangen beeinflussen und die Durchblutung im Genitalbereich begünstigen kann. Körperliche Erregung fällt unter diesen Voraussetzungen leichter.
Dazu kommt der Energiefaktor: Wer ausgeschlafen ist, bringt schlicht mehr Elan mit als jemand, der nach einem langen Arbeitstag erschöpft ins Bett fällt. Abendliche Müdigkeit kann das Verlangen spürbar dämpfen – ein Umstand, den wohl viele aus eigener Erfahrung kennen.
Morgen vs. Abend
Allerdings hat der Morgen auch seine Tücken. Zeitdruck, Alltagsstress und der Gedanke an den bevorstehenden Tag können die Erregung ebenso bremsen, wie Erschöpfung es abends tut.
Der Abend wiederum punktet mit Entspannung: Wer den Tag hinter sich gelassen hat und zur Ruhe gekommen ist, kann sich leichter auf den Partner einlassen.